Neues Leben in altem Gemäuer
Zu einem Festakt zur Einweihung des denkmalgeschützten Hauses in der Martinstraße gegenüber des Heimatmuseums mit der Einrichtung eines Backshops hatte Lothar Schätter, Ortsbürgermeister der Gemeinde Ensch, eingeladen. "Ein gelungenes Werk" war die einhellige Meinung der vielen Gäste.
Ensch. (pem) In einer Feierstunde im Ortskern der Moselgemeinde Ensch wurde das denkmalgeschützte Wohnhaus Martinstraße 21 mit Scheune und der neue Dorfplatz eingeweiht. Ortsbürgermeister Lothar Schätter zeigte sich erfreut bei der Begrüßung über die vielen Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Das unter Denkmalschutz stehende und seit mehreren Jahren leerstehende Haus Martinstraße 21 wurde 2005 von der Gemeinde erworben. Ein wichtiger Aspekt bei den Überlegungen war, für die Bürger die Grundversorgung zu verbessern. So reifte die Idee, einen Backshop zu errichten, wo auch andere Dinge des täglichen Bedarfs angeboten werden. Da hierfür nicht alle Räume gebraucht wurden, bestand auch noch die Möglichkeit, Platz für die Erweiterung des gegenüber liegenden Heimatmuseums zu schaffen. "Unter anderem soll die Wohnsituation aus den früheren Jahren in den oberen Räumen dargestellt werden", sagte Lothar Schätter.Besonders bedankte er sich bei allen beteiligten Behörden, welche die Konzeption auch finanziell unterstützt haben. Darunter das Land Rheinland-Pfalz und die Generaldirektion für Kulturelles Erbe. Der alte Spruch "Willst du dich selber ruinieren, kauf ein altes Haus und beginn es zu sanieren" hatte keine Chance in Ensch. "Wir haben mit unserem Archittekten Hans Müller einen Planer beauftragt, der für den gesamten Bereich und insbesondere für das Haus eine Sanierungsplanung erstellte, die dem Objekt angemessen zweckmäßig und vor allem finanziell tragbar war", erklärte der Ortsbürgermeister. Vonseiten der Gemeinde wurde versucht, Räum- und Vorarbeiten sowie Anstrich und das Anlegen der Außenanlagen und die Einrichtung mit Eigenleistungen durchzuführen. Durch die Bereitschaft freiwilliger Helfer sei der berechnete Kostenrahmen eingehalten worden. Ein Dank galt besonders Peter Mittler, "ein echter Enscher Jung", der in dem alten Gemäuer die Geschäfte übernimmt und dem dieses Projekt auch immer am Herzen gelegen habe. Ein Kleinod sei erhalten, worauf alle Enscher Bürger auch in Zukunft stolz sein könnten.Zu den Gratulanten gehörten der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Josef Peter Mertes, Landrat Günther Schartz und der Bürgermeister der VG Schweich, Berthold Biwer. Diakon Franz-Josef Dobelmann nahm die Einsegnung vor. Musikalisch umrahmt wurde das Fest von der Winzerkapelle Ensch unter der Leitung von Johann Schweisthal.