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Neues Portal für die Liebfrauenkirche

Neues Portal für die Liebfrauenkirche

Da spielte der Industrieroboter, der in einem Container vor dem Dom die Bibel abschreibt, vorübergehend nur die zweite Geige. Das Einsetzen und Polieren des neuen Portals der benachbarten Liebfrauenkirche war am Freitagmittag die weitaus mehr bestaunte Attraktion.

Die Neuanfertigung aus der Kunstschmiede Hans-Jörg Bender (Schweich) löst eine aus Kiefernholz und Kupferbeschlägen bestehende Tür aus der Nachkriegszeit ab, die längst morsch und brüchig geworden war. Grund: Sie ließ sich nur nach außen öffnen - ungeschützt vor Niederschlägen. Das kann dem neuen Portal nicht passieren. Die Flügel der Stahlrahmenkonstruktion mit Bronzeplatten schwingen nach innen. "Dieses Portal hält weitaus länger als sechs Jahrzehnte", ist sich Hans Wilhelm Ehlen, Domkapitular und Pastor der Innenstadt-Pfarrei Liebfrauen, sicher. Offiziell wird sich die neue Tür erstmals in acht Wochen öffnen: Am Sonntag, 4. September, zur feierlichen Wiedereröffnung der Liebfrauenkirche mit Bischof Stephan Ackermann. Das im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaute Gotteshaus ist wegen umfangreicher Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Inneren seit fast vier Jahren Baustelle. (rm.)/TV-Foto: Roland Morgen