Neues über die Apokalypse

Die "Trierer Apokalypse" ist in der Zeit um 800 entstanden. Sie gehört zu den berühmtesten Handschriften des Mittelalters und zu größten Schätzen der Trierer Stadtbibliothek.

Neben dem Text der Apokalypse enthält der Kodex 74 Bilddarstellungen. Die Miniaturen sind von großer Bedeutung für die Kunstgeschichte des Mittelalters. Sie beinhalten den ältesten Bildzyklus zur Geheimen Offenbarung in einem Buch. Als Vorlage wurde eine Handschrift aus der Zeit um 500 verwendet, die sich nicht erhalten hat. Damit erfüllt die "Trierer Apokalypse" eine Art Brückenfunktion. Sie gibt zu erkennen, wie die Geheime Offenbarung in der späten Antike und im frühen Christentum illustriert wurde. Zugleich offenbart sie auf historisch getreue Art das Urmodell dieser Illustration.
Die kostbare Handschrift ist vermutlich in Mittel- oder Nordfrankreich entstanden. Auf Wegen, die sich nicht mehr rekonstruieren lassen, gelangte sie in die Trierer Benediktinerabtei St. Matthias. Infolge der Säkularisation kam sie in die Stadtbibliothek. Heute bildet die "Trierer Apokalypse" einen der Höhepunkte der neuen Schatzkammer. red
Öffnungszeiten der Schatzkammer: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.