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Neues vom Koch-Platz: Triers unbeliebteste Baustelle

Nikolaus-Koch-Platz : Neue Regeln auf der Chaos-Baustelle

Der Nikolaus-Koch-Platz war in den vergangenen Wochen ein Zentrum des Ärgers. Ab dem kommenden Freitag ändern sich die Umleitungen und Sperrungen. Verkehrsteilnehmer brauchen weiterhin Geduld und Disziplin.

Wer in einem Gerichtssaal störende Geräusche verursacht, geht immer das Risiko einer Standpauke des Richters oder sogar einer Ordnungsstrafe ein. Schrillende oder quäkende Handys sind zum Beispiel extrem unbeliebt. Doch gegen die aktuellen akustischen Störfaktoren sind alle Juristen im großen Komplex des Amts- und Landgerichts Trier in der Justizstraße machtlos. Denn direkt vor ihrer Haustür laufen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Nikolaus-Koch-Platzes. Zeugenvernehmungen und Urteilsverkündungen werden untermalt vom Dröhnen und Grollen großer Maschinen. Auch die Anwohner der Walramsneustraße sowie der Dietrich- und Böhmerstraße sind live dabei.

Chaos und Gefahr: Proteste sind zwecklos, der Lärm ist eine unvermeidbare Begleiterscheinung solcher Bauprojekte. Und er ist in diesem Fall sogar das kleinere Problem. Viele Autofahrer haben in den vergangenen Wochen die Beschilderung der Stadt ignoriert, sich eigene und absolut verbotene Wege über die Busspur gesucht und dadurch gefährliche Situationen verursacht (der TV berichtete).

Die neuen Regeln: Am Freitag, 7. Juni,  ändert sich die Lage, der Ausbau tritt in die nächste Phase. Ein weiteres Mal müssen sich alle Verkehrsteilnehmer auf neue Routen und Sperrungen einstellen.

So soll es laut Darstellung der Stadtverwaltung ab Freitag  laufen: Das Baufeld wandert auf eine Fahrspur der Zuckerbergstraße von der Einmündung Böhmerstraße bis zur Höhe der Fußgängerbrücke beim City-Parkhaus. Dort wird es voraussichtlich bis zum 25. Juni bleiben.

Der Verkehr in der Zuckerbergstraße wird in beiden Richtungen mit Ampelregelung einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Der Stadtbusverkehr in Richtung Pferdemarkt wird im weiteren Verlauf über die Gegenfahrspur der Justizstraße geleitet, da das Einschwenken auf die gewohnte ÖPNV-Trasse nicht möglich ist. Die Justizstraße bleibt damit für den Verkehr aus Richtung Pferdemarkt weiterhin gesperrt. Das Linksabbiegen aus der Zuckerberg- in die Böhmerstraße ist weiterhin nicht möglich.

Die Umleitungen: Wer vom Viehmarkt kommt, muss nach rechts auf den Nikolaus-Koch-Platz und darf weder geradeaus noch links fahren. Beide Richtungen sind gesperrt (siehe Grafik). Vom Pferdemarkt kommende Fahrer werden über die Dietrichstraße, den Paulusplatz und die Böhmerstraße geleitet. Die Justizstraße geradeaus ist gesperrt. Wer vom Moselufer über die Böhmerstraße heranrollt, kann nur geradeaus auf den Nikolaus-Koch-Platz oder nach rechts in die Zuckerbergstraße fahren.

Fazit: Die Stadtverwaltung bleibt bei ihrer ursprünglichen Empfehlung. Wer Stress und Ärger vermeiden will, möge den Knotenpunkt Nikolaus-Koch-Platz umfahren. Alle Sperrungen und Umleitungen müssen befolgt werden, es gibt keinen Spielraum für Improvisationen. Besonders die Nutzung der Busspuren ist streng verboten, sie kann zu gefährlichen Situationen führen. Die Polizei hat bereits intensiv kontrolliert und angekündigt, weiter vor Ort präsent zu sein. Wer auf einer Busspur erwischt wird, muss mit einem Verwarngeld von 20 Euro rechnen.