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Pluwig
Neues von Familie Schlottmann

 Autorin Barbara May ist stolz auf ihr frisch gedrucktes Buch.
Autorin Barbara May ist stolz auf ihr frisch gedrucktes Buch. FOTO: Katja Bernardy
Pluwig. Die Erzählungen der Pluwiger Autorin Barbara May gibt es jetzt als Buch. Von ihrer Tochter hat sie das schönste Lob erhalten Von Katja Bernardy

Erinnern Sie sich an die Schlottmanns? Regelmäßig waren Erzählungen über die fiktive Familie im Trierischen Volksfreund erschienen. Allerdings in gekürzter Version. Sie waren am Bettrand der Kinder von Barbara May entstanden. Gemeinsam hatten sie den Figuren Namen verpasst, gelacht, mitgefiebert und Alltägliches spektakulär werden lassen. Maximiliane, 21, Friederike, 19, Liselotte, 14 und Franziskus, elf Jahre alt, sind nun größer, und aus den Gutenachtgeschichten ist ein Buch geworden – „Die Schlottmanns“.
Mit dem Werk aus exakt 181 Seiten erfüllt sich für die 49-Jährige ein Traum. Schon als Kind soll sie ihrer Mutter gesagt haben, dass sie Schriftstellerin werden möchte. Nach dem Abitur studierte sie Psychologie und Germanistik, sorgte sich dann um ihre Lieben und managte das Familienleben.

Zu den Mays gehören auch Mann Peter Krämer, zwei Katzen und Hund Bella. Die gebürtige Konzerin und Wahl-Pluwigerin liest gerne und viel und hat bereits ein E-Book veröffentlicht. Aus ihren „Kakao- und Wäschgedichten“ haben Oberstufenschülerinnen des Trierer Angela-Merici- Gymnasiums, an dem ihr Mann unterrichtet, jeweils ein Gedicht ausgewählt und dazu Acrylbilder gemalt.

Zurück zu den Schlottmanns: Vor Kurzem hielt Barbara May das frisch gedruckte Buch in den Händen. „Es war so ein Gefühl, wie wenn man sich besonders fein macht“, erinnert sich May. Liebevoll und immer wieder ein Schmunzeln entlockend, beschreibt die Pluwiger Autorin in den Erzählungen mit Titeln wie „St. Martin“, „Ein Einbrecher stiehlt die Kindheit“ oder „Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt“, was Familie Schlottmann im Lauf eines Jahres erlebt.

Die Schlottmanns, das sei nicht ihre Familie, betont May, sondern: Mama und Papa Schlottmann, Amelie, Franziska, Thomas, Klein-Heinrich und Baby Claudia.
„Wenn Thomas die Zunge herausstreckte, kitzelte es, und er glaubte auch, dass der Regen einen besonderen Geschmack hatte, obwohl Amelie das abstritt. Er schmeckte nach Erde und Marienkäfern“, heißt es etwa in Erzählung elf, „Der gelbe Tag“. Sohn Thomas Schlottmann spiele eine wichtige Rolle, denn er reflektiere das Geschehen in der Familie, sagt May.

Die Einstellung der Autorin prägt durchweg das Geschriebene. „Die Schlottmanns ist ein Buch für alle Generationen“, sagt die Autorin. Und man könne es gut vorlesen. Das wohl schönste Lob hat sie von ihrer Tochter Friederike bekommen.

Die 19-Jährige hat das Titelbild und ein paar der Geschichten illustriert. „Ich mag den Blick, den Mama auf die Menschen hat, diesen positiven Blick“, sagt sie. Und dass sie den Alltag in den Fokus der Erzählungen gestellt habe. Und der birgt bekanntlich oft die besten Geschichten in sich.