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Neugier der Nachwuchsforscher zahlt sich aus

Neugier der Nachwuchsforscher zahlt sich aus

Vom Labor aufs Siegertreppchen: 88 Teilnehmer haben beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" in Trier insgesamt 51 Arbeiten eingereicht. Die besten wurden gestern ausgezeichnet.

Trier. In einer Zitrone stecken Stromkabel, kaum sichtbare Krebse schwimmen durch ein Aquarium, ein Haushuhn gackert neben einem Masthuhn: Die Aula der Fachhochschule Trier hat sich in eine große Versuchsstätte verwandelt. Hier präsentieren 88 Teilnehmer von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" aus ganz Rheinland-Pfalz den Juroren die Ergebnisse ihrer Arbeiten, an denen sie monatelang getüftelt haben. Energisch gestikulieren sie, um ihre Ideen greifbar zu machen, zeigen Fotos ihrer Arbeiten, Modelle, Proben. Die Begeisterung für die Wissenschaft ist ihnen deutlich anzumerken. Und eben das ist das Ziel des Wettbewerbs: junge Menschen langfristig für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begeistern, sie zu fördern und mit dem Handwerkszeug dazu vertraut zu machen.

"Ich finde es toll, wie ihr die technische Welt hinterfragt", sagt Frank Natus, geschäftsführender Gesellsc hafter des Trierer Technologieunternehmens, das den Regionalwettbewerb in diesem Jahr zum ersten Mal ausrichtet. Und Frank Zuther von der Stiftung Jugend forscht fügt bei: "Eure Neugier hat sich ausgezahlt."

In der Kategorie Jugend forscht treten die 15- bis 21-Jährigen an. Hier belegt bei den Geo- und Raumwissenschaften Sabine Bernard (18) aus Trier den ersten Platz - mit dem Thema "Nürburgring 2009 - Untersuchung der Nachhaltigkeit anhand ausgewählter Wirtschaftszweige". Den ersten Mathematik/Informatikpreis gewinnt Florian Störtz (15) aus Flußbach mit einer modernen Simulation einer Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg.

Im Bereich Technik belegt Matthias Leyendecker (18, Berndorf) den ersten Platz: Er hat das bei einigen Holzheizungen zum Kühlen genutzte Wasser durch Luft ersetzt. Dafür erhält er auch den Preis für die beste Arbeit.

Die Frage, wie sich Dextro Energy auf die Leistungsfähigkeit auswirkt, haben sich Valerie Linz (17) und Sabrina Steffens (16) aus Klotten (Kreis Cochem-Zell) gestellt - und erreichen damit Platz 1 in der Biologie. Den Physikpreis heimsen Nicolay Schmitt (Wadern) und Rebecca Kraus (Deuselbach, beide 17) mit der Untersuchung von Myonen, also instabilen Elementarteilchen, im Kaffee ein. Wie sich Gummibärchen selbst herstellen lassen, erklärt die Erstplatzierte im Bereich Arbeitswelt, Nicole Hermann (20) aus Mainz.

In der Altersgruppe Schüler experimentieren (bis 15 Jahre) hat Lucca Valerius (11, Wittlich) mit einer Züchtung einer vom Aussterben bedrohten Feenkrebsart in der Biologie die Nase vorn. Mit Pellets aus Gras als Mittel zum Heizen gewinnen Tristan Junglas (13) und Lisa Junglas (14) aus Gappenach (Kreis Mayen-Koblenz) den ersten Preis im Bereich Arbeitswelt.

Ein besonderes Rätsel mit dem Titel "Irrfahrt im Quadratgitter" haben die Erstplatzierten der Mathematik/Informatik entwickelt und siegen damit: Christian Peters (14, Föhren) und Björn Metzler (11, Trier). An sie geht damit auch der Preis für die beste Arbeit von Schüler experimentieren. Die Inhaltsstoffe von Cola haben Anna Lemsch (11, Bekond), Jana Barth (12) und Evelin Dümmer (12, beide Trier) getestet. Das bringt ihnen den ersten Chemie-Preis ein.

Die Sieger qualifizieren sich für den Landeswettbewerb, der im März ausgetragen wird. Der Höhepunkt ist der Bundeswettbewerb im Mai in Essen.

Weiterer Bericht folgt.