Neuhaus: Bürger wollen Blitzer sehen

Neuhaus: Bürger wollen Blitzer sehen

Auf einen Forderungskatalog an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die Polizei haben sich Bürger und Gemeinde bei einer Einwohnerversammlung in Neuhaus verständigt. Wie berichtet, hat der Ausbau der B 51 für Unmut gesorgt.

Neuhaus. Ein Großteil der Bürger von Neuhaus ließ am Samstag bei einer Einwohnerversammlung wegen des Ausbaus der durch den Ort führenden B 51 Dampf ab. Kritisiert wurden zu kurze Einfädelungsspuren, gefährliche Einmündungsbereiche an der L 43 (Richtung Trierweiler), fehlende Fußgängerwege und eine Verkehrszunahme in der Weidenstraße.

Zunächst gab es jedoch ein Lob für die rasche Umsetzung von Tempo 70 auf der etwa anderthalb Kilometer langen Überholspur Richtung Trier. Bis vor kurzem durfte hier noch 100 Stundenkilometer schnell gefahren werden - eine unzumutbare Lärmbelästigung, fanden die Anwohner. Jetzt fordern sie, dass die Reduzierung auf 70 durch regelmäßige Polizeikontrollen überwacht wird. Im Nachbarort Hohensonne (Tempo 50) habe dies Erfolg.

Ortsbürgermeister Matthias Daleiden berichtete von zehn "Probefahrten", bei denen er am Freitag auf der B 51 festgestellt habe, dass auf der Überholspur häufig trotzdem noch 100 Stundenkilometer gefahren werde, um die im Regelfall 80 fahrenden LKW überholen zu können. Deshalb schlug Daleiden vor, auf der Überholspur - wie gehabt - 70 festzulegen und auf der rechten Spur nur 50.

Forderung: Tempo 30 an der Unterführung



Für ein zügiges Einordnen in den Verkehr seien die Einfädelungsspuren an der B 50 zu kurz, so eine andere Kritik der knapp 40 anwesenden Bürger. Auch könne man die B 51 im Kurvenbereich schlecht einsehen. Weil man den herannahenden Verkehr erst spät sieht, wird auch der Einmündungsbereich zur L 43 zwischen der Unterführung und dem Gasthaus Sonnen als gefährlich eingestuft. 50 Stundenkilometer auf der vorfahrtsberechtigten Landesstraße seien eindeutig zu viel, so die einhellige Meinung der Anwohner. Ihre Forderung: Tempo 30 und Verkehrsspiegel. Allseits beklagt wird auch, dass an der Kreuzung zur L 43 keine Fußwege vorhanden sind. Die Überquerung Richtung Gasthaus oder in die Raiffeisenstraße sei für Fußgänger äußerst gefährlich. "Statt viel Geld in einen Fußgängersteg in der Unterführung zu stecken, hätte man besser eine Fußgängerbrücke gebaut", meinte ein Bürger.

Anwohner der Talstraße (sie liegt auf der anderen Seite der B 51 und gehört zur Gemeinde Aach) kritisierten, dass sich durch die Verlegung der Bushaltestelle die Busanbindung wesentlich verschlechtert habe. Ortsbürgermeister Daleiden und die Aacher Beigeordnete Andrea Moers vereinbarten, dass es künftig eine enge Abstimmung zwischen den Gemeinden geben solle. Zu einem demnächst in Aach stattfindenden Bürgergespräch soll ein Vertreter des LBM Farbe bekennen.

Die zum Gewerbegebiet führende "Weidenstraße" soll zur reinen Anliegerstraße werden. Diesen Vorschlag Daleidens als Reaktion auf den zunehmenden Verkehr seit dem B-51-Ausbau begrüßten die Teilnehmer.

Dagegen wäre eine Sperrung der B 51 durch Reparaturarbeiten an der Trierer Napoleonsbrücke (der TV berichtete) geradezu eine Horrorvorstellung, weil wohl viele Autofahrer dann über Neuhaus und Trierweiler Richtung Euren fahren würden. "In dieser Zeit fahren wir am besten in Urlaub", schlug ein Anwohner vor.

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