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Das planen Züsch, Neuhütten und Damflos für 2022

Dörfer-Serie : Bessere Straßen und neues Wohnen - Was planen Züsch, Neuhütten und Damflos für 2022?

Züsch, Neuhütten und Damflos haben sich viel vorgenommen und freuen sich vor allem auf den Tag der Verkehrsfreigabe nach langen Monaten mit Baustellen. Was in den drei Dörfern sonst noch wichtig ist.

Wenn sich der Züscher Ortsbürgermeister Ulrich Frohn auf etwas freut, dann ist es der Tag, an dem die Ortsdurchfahrt wieder freigegeben wird. „Beim Ausbau der L166 werden immer wieder Teile fertig geteert und für die Anlieger freigegeben, aber der Landesbetrieb Mobilität hebt die Umleitung über Muhl erst auf, wenn alles fertig ist“, erklärt er dem TV.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Ortsgemeinderat beschlossen, den zweiten Teilabschnitt im Baugebiet Im breiten Triesch anzugehen. Weitere rund zwölf Bauplätze sollen hier entstehen. Leider seien die Preise für Planung und Erschließung weiter gestiegen. Frohn rechnet daher für die künftigen Bauherren mit Quadratmeterkosten von rund 100 Euro.

Stolz ist der Ortschef auf den fertig gestellten Dorfgarten: „Da steckt viel ehrenamtliche Arbeit drin.“ Gefördert wurde das Projekt vom Naturpark Saar-Hunsrück. Sein Wunsch ist, nicht immer das Bürgerhaus „für die Katz’“ heizen zu müssen: „Es wäre schön, wenn nach Corona die Wärme wieder von Menschen genutzt werden könnte.“

Abgeschlossen wird in Neuhütten in diesem Jahr der Mehrgenerationenplatz in der Dorfmitte. „Glasfaserarbeiten haben die Umsetzung des Projektes im letzten Jahr verzögert, weil die Baufirmen den Platz als Lagerfläche brauchten“, erklärt Ortsbürgermeister Peter Koltes. Erwartet wird noch eine Förderung durch den Naturpark Saar-Hunsrück.

Wichtig ist dem Ortschef im neuen Jahr die Belebung und Nutzungserweiterung der Nationalparkservicestation im Ortsteil Muhl. „Wir sind auf dem Weg, Baurecht für die Fläche hinter dem Bürgerhaus zu schaffen“, erklärt er.

Groß angebaut wurde vor acht Jahren an der Kita. Jetzt sollen die Toiletten für die Kinder, das Personal und Waschräume auf den neuesten Stand gebracht werden, so wie es das Kita- Zukunftsgesetz verlangt. 130.000 Euro werden dafür vom Bund als Zuschuss erwartet, rund 90 Prozent der Gesamtkosten. „Das ist für den Kita- Zweckverband Züsch/Neuhütten immer noch eine Herkulesaufgabe“, findet Koltes.

Stolz ist der Ortschef auf ehrenamtliche Projekte wie das Internationale Workcamp, das beide Dörfer trotz Corona durchgezogen haben. So konnte viel Geld gespart werden, das in beiden Dörfern sowieso nicht vorhanden gewesen wäre.

Koltes’ Wunsch für 2022 sieht so aus wie bei vielen seiner Amtskollegen: die Belebung des Vereinslebens und der ehrenamtlichen Aktivitäten nach überstandener Pandemie.

Auch der Damfloser Bürgermeister Joachim Wellenberg freut sich auf die Fertigstellung der Kreisstraße 100. „Ich bin stolz und froh, dass die Anlieger während der Bauphase so gut mitgespielt haben. Das war nicht immer einfach“, lobt er seine Mitbürger. Auch in Damflos gibt es Bedarf an neuen Bauflächen. Im Gebiet Zum großen Röder sind noch zwei Plätze frei. Sieben weitere sollen folgen, denn, so Wellenberg: „Immer mehr Auswärtige entdecken Damflos. Die Anfragen reißen nicht ab.“ Wiederkehrende Straßenausbaubeiträge gibt es in Damflos seit Anfang 2020. Für nächstes Jahr ist der Ausbau der Straße Zum Primsbach vorgesehen, bei dem diese neue Regelung greift. Alle Grundstücksbesitzer teilen sich den sonst höheren Betrag der Anlieger. Eine bessere Ausleuchtung soll es In den Gärten geben. Die Aufträge zur Instandsetzung des eingebrochenen Kanals am Bürgerhaus werden vergeben, wenn die Kreisstraße fertig ist. Das gilt auch für die Spielwiese für mehrere Generationen am Sportplatz. Stolz ist Wellenberg auf die Sammelaktion (gemeinsam mit Gusenburg) für die Flutopfer, von Lebensmitteln über Schaufeln und Besen bis zu Kleidung.

Der Ortschef wünscht sich fürs neue Jahr, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen, das Dorfleben und die Vereine wieder ohne Pandemie aufblühen.

Was steht 2022 auf der Agenda? Wo werden wichtige Projekte abgeschlossen, und worauf sind die Dörfer besonders stolz? Das haben wir die Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister sowie die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher gefragt. Ihre Antworten veröffentlichen wir zu Jahresbeginn in unregelmäßigen Abständen.