"Nicht mehr sinnvoll"

SCHWEICH. Der Stadtrat Schweich befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit Verkehrsfragen, dem Bebauungsplan "Oberstiftstraße", mit der Jugendpflege und der Bildung von Projekt-Arbeitsgruppen.

Abgeschlossen ist nach monatelanger Vorarbeit das Bebauungsplanverfahren "Oberstiftstraße". Alle Details der künftig links und rechts der Straße geltenden Baurichtlinien sind mit Planer Hans-Peter Stolz geklärt. Der Satzungsbeschluss erging einstimmig. Im September 2006 hatte Jan-Pieter Kühn seine Stelle als Jugendpfleger der Stadt Schweich angetreten. In der Ratssitzung erstattete Kühn erstmals Bericht über die seither geleistete Arbeit. Begleitet wurde er von einigen seiner jungen Klienten, die aktiv an der Verbesserung und Sanierung des Jugendraums mitwirken. Jugendraum erhält Leiter-Team

Nach Auskunft Kühns haben sich die Aktivitäten bisher positiv ausgewirkt. Regelmäßig werde der Jugendraum nun von rund 30 Besuchern im Alter von 15 bis 20 Jahren frequentiert. Um dort dauerhaft einen funktionierenden offenen Betrieb zu erreichen, sei am 11. Januar ein Club mit einem Leiter-Team und einem Kassenwart gegründet worden. Dieses Team sei auch bereit, an Jugendleiter-Schulungen teilzunehmen. Von Kühn und den im Zuschauerraum sitzenden Jugendlichen beklagt wurden die baulichen Unzulänglichkeiten des Raums. Besonders die Toilettenanlage sei eine "Katastrophe". Dies wurde auch von Ratsmitgliedern bestätigt, die den Raum inspiziert hatten. Stadtbürgermeister Vitus Blang versprach längerfristig Abhilfe. Zunächst werde der Hausmeister nach solchen Mängeln schauen, die mit verhältnismäßig geringem Aufwand behebbar seien.Dreier-Teams zur Projektbegleitung

Mit der Mehrheit von CDU und FWG abgelehnt wurde ein Vorschlag der SPD-Fraktion, die Abfahrt von der L 141 zur A 1 beim Leinenhof für den aus Richtung Hetzerath kommenden Verkehr als abknickende Vorfahrt in Richtung Autobahn zu gestalten. Hans-Dieter Natus (SPD): "Autofahrer aus Richtung Hetzerath, die nur durch Schweich hindurchfahren wollen, könnten so animiert werden, direkt den Weg über das Autobahndreieck Moseltal zu nehmen." CDU und FWG reagierten abweisend auf den Vorschlag. Er beruht auf einem alten Verkehrsgutachten, das noch vor dem Bau des Autobahnanschlusses Föhren erstellt worden war. Peter Gesellchen (FWG): "Vor dem Bau des Föhrener Anschlusses und der Schweicher Ortsentlastungsstraße war diese Idee sicher gut. Doch nun sollte man nicht allen Verkehr aus der Stadt heraushalten." Außerdem sei durch diese Regelung eine morgendliche Staubildung in der Oberstiftstraße zu befürchten. Einstimmig wurde auf Vorschlag von SPD und CDU die Bildung fraktionsübergreifender dreiköpfiger Arbeitsgruppen beschlossen, die die Projekte "Synagogen-Vorplatz" und "Bahnhof" begleiten sollen.