Nicht nur medizinisches Fachwissen ist gefragt
Trier · Medizinische Fachangestellte aus der Region feiern im Trierer Ärztehaus ihren Lehrabschluss. Drei Jahre lang hat ihre Ausbildung gedauert. Jetzt halten sie endlich die Urkunde in Händen.
Trier. 83 junge Frauen dürfen sich ab sofort Medizinische Fachangestellte nennen. Männer waren keine dabei. Die Absolventinnen versammelten sich zur Lehrabschlussfeier im Vortragssaal der Ärztekammer. Drei angehende Arzthelferinnen hatten die Prüfung in diesem Jahr mit der Note sehr gut bestanden.
Günther Matheis, Vorsitzender der Landesärztekammer, hat den Triererinnen Kateryna Baldy, Sabine Fries und Tanja Hoffmann ihre Urkunden überreicht. Insgesamt lag der Schnitt, ähnlich wie in den Vorjahren, bei etwa 2,8. Bei der Abschlussprüfung ist aber nicht nur medizinisches Fachwissen gefragt. Die Auszubildenden mussten auch Betriebswirtschaft, Marketing, Recht und einiges anderes lernen. Neben denjenigen, die gerade erst aus der Lehre kommen, wurden gestern auch langjährige Medizinische Fachangestellte mit Urkunden ausgezeichnet: Roswitha Meyer (20 Jahre in einer Praxis), Brigit Gleinert, Wanda Keller, Martina Berger und Gabriele Kiebel (25 Jahre in einer Praxis), Sabine Hewer (30 Jahre in einer Praxis) sowie Helga Wagner (40 Jahre in einer Praxis).
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Die Absolventinnen sind:
MF12 Trier A: Nina Bisdorf, Trier; Laura Demuth, Trier; Tara Hennen, Trassem; Linda Kremer, Mettlach-Weiten; Tina Kreten, Klüsserath; Alexandra Müller, Tawern; Raphaela Orth, Bitburg;
Lisa Steiniger, Holsthum; Vanessa Thieltges, Osburg; Svenja Vitus, Hermeskeil.
MF12 Trier B: Julia Anton, Schoden; Kateryna Baldy, Hermeskeil; Anna-Kristin Bläsius, Trier; Nathalie Bohrer, Trier; Nina Braun, Thörnich; Michelle Dres, Trier; Selina Dres, Trier; Anne Dülfer, Trier; Marina Geib, Osburg; Lena Hardy, Ralingen-Olk; Zoya Hermann, Pluwig; Tanja Hoffmann, Trier; Selina Hölzmer, Bollendorf; Michelle Kiefer, Perl-Kesslingen; Kathrin Leidisch, Mettlach; Jennifer Marzi, Niederweis; Sandra Manthey, Konz; Mariana Menke, Trier; Laura Neusius, Palzem-Wehr; Janine Schmitz, Trier; Jennifer Trampert, Igel; Annika Zeimet, Trier.
MF12 Trier C: Samira Bah-Traore, Trier; Sarah Bleimhofer, Trier; Sabine Fries, Pölich; Sabrina Friske, Reinsfeld; Angelika Gette, Trier; Sissy Haas, Konz; Tina Herres, Detzem; Elis Kläs, Idenheim; Ann-Kathrin Knaebel, Trier; Evelyn Koster, Mertesdorf; Meike Malburg, Hermeskeil; Christina Mayer, Butzweiler; Ann-Kathrin Ochsenfeld, Zeltingen-Rachtig; Alesia Root, Trier; Laura Schäfer, Dreis; Lena Schu, Trier; Christina Springer, Trier; Sarah Ullmann, Trier; Susanne Wansart, Alsdorf.
MF12 Gerolstein: Hannah Elsen, Oberkeil; Lisa Häp, Daun; Lisa Holper, Irrhausen; Claudia Kirstgen, Dreis-Brück; Evgeniya Litau, Prüm; Luja Natalia, Gerolstein; Sandy Mühlen, Speicher; Jill Niederprüm, Bickendorf; Julia Thelen, Übersdorf; Laura Thome, Gerolstein; Manuela Tundis, Gerolstein; Nadja Weber, Kalenborn-Scheuern.
MF12Bernkastel: Sabrina Coen, Bernkastel-Kues; Jasmin Cullmann, Traben-Trarbach; Lea Dienhardt, Piesport; Tetiana Dolia, Wittlich; Sophia Franzen, Zeltingen-Rachtig; Maria Frielingsdorf, Manderscheid; Alina Gnad, Longkamp; Janina Hauser, Trittenheim; Beatrice Jonque, Mülheim; Patricia Ketter, Kröv; Katharina Kodra, Traben-Trarbach; Laura Lamberz, Rivenich; Kira Nicolay, Zeltingen-Rachtig; Laura Plohmann, Landscheid; Stefanie Röder, Altrich; Karina Schneider, Traben-Trarbach; Verena Stierwald, Morbach-Haag;
Extra
Medizinische Fachangestellte arbeiten in Praxen zur Unterstützung von Ärzten. Von der Vergabe von Terminen bis zur Blutentnahme oder dem Verabreichen von Spritzen fällt vieles in ihren Aufgabenbereich. Sie legen Verbände an, übernehmen aber auch Verwaltungstätigkeiten wie das Schreiben von Briefen und Dokumenten. Früher übernahm diese Arbeiten meistens die Frau des Arztes. In den 50er Jahren wurde der Beruf der Arzthelferin eingeführt, seit 2006 heißt er Medizinische Fachangestellte. Umgangssprachlich ist aber immer noch oft von Arzthelferinnen die Rede. Auch heute gilt der Beruf als ein Frauenmetier. Männer ergreifen diesen Berufsweg nur äußerst selten. "Höchstens als Sprungbrett für ein Studium", meint Stefan Leidinger von der Ärztekammer. cha