Nicht wirklich Interesse gezeigt

Zum Artikel "Bürger sind standfest dagegen" (TV vom 30. November):

Dass die Anwohner der Prümer Straße auf die Stadt nicht gut zu sprechen sind, bedarf keiner großen Erläuterung. Durch den TV-Bericht erfuhren sie, dass der Ortsbeirat über "die Erhebung von Ausbaubeiträgen für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung" beraten und einen Baubeschluss fassen sollte. Recht groß war das Erstaunen der Ortsbeiratsmitglieder, als unerwarteter Weise fast 20 Anwohner an der Sitzung teilnahmen und über die Hintergründe informiert werden wollten. Es fehlte jedoch ein kompetenter Ansprechpartner der Stadtwerke Trier, die für Wartung und Pflege der Leuchten verantwortlich sind, der uns über den "desolaten Zustand" der Leuchten in der Prümer Straße Genaueres hätte sagen können. Also gab es für den Vertreter der Stadt keinen Baubeschluss, was aber den Stadtrat nicht daran hinderte, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung zu beschließen. Soviel zur Beteiligung und Mitsprache der Bürger und auch des Ortsbeirates! Nach einem persönlichen Gespräch eines Anwohners der Prümer Straße mit OB Jensen wurde ein Gespräch zugesagt und auch durchgeführt. Die Stadtverwaltung entsandte je einen Vertreter des Tiefbauamtes und der Bauverwaltung - wieder keiner der für die Wartung Verantwortlichen. Demzufolge konnten wieder keine konkreten Angaben über den Zustand der Leuchten gemacht werden. Die Krönung war die Aussage des Leiters des Tiefbauamtes, der eine Leuchte, deren Sockel zu einem Drittel bereits weggerostet ist, als standfest bezeichnete und die Leuchten der Prümer Straße, die geringen Rostbefall aufweisen, als Gefahrenmaste. Den Vorschlag der Bürger, im Rahmen der Tiefbauarbeiten nur neue Kabel zu verlegen und die Leuchten erst zu erneuern, wenn es notwendig ist, wollten die Vertreter der Stadt am Ende des Beratungsgespräches, das keines war, mitnehmen. Nun, ganz ehrlich - wen interessiert der Vorschlag bei der Stadt oder den Stadtwerken denn wirklich?Theo Trierweiler, Trier infrastruktur