Niemand fühlt sich zuständig
Zum Artikel "Kleidercontainer werden zu Mülldeponie" (TV vom 28. Mai):
Selbstverständlich ist der Gedanke der Gemeinnützigkeit einer Kleiderspende durchaus lobenswert, aber wenn massive Ruhestörungen und ein völlig verdrecktes Umfeld der Preis dafür sein soll, geht es doch zu weit. Anwohner, die ihre Spende er an der Thyrsusstraße./Ecke Parkstraße/Franz-Georg-Straßeeinwerfen wollten, standen meist einem überfüllten Container gegenüber. Die starke Frequentierung hätte es erforderlich gemacht, den Standort öfter anzufahren. Auch hätte man die Bewohner des Asylheims darauf hinweisen können, dass die Kleider aus den Containern am Ende doch ihnen zu Gute kommen, was es doch überflüssig macht, selbige vorher rausfischen zu wollen. Ich selber habe mittlerweile in den vier Wochen nach der Entfernung des Containers schon den einen oder anderen Sack selbst am Standort Neukauf, Schöndorferstraße entsorgt. Jetzt ist nämlich überhaupt niemand mehr zuständig. Weder die Straßenreinigung, noch das A.R.T.-Abfalltelefon oder der Bürger-Service, und das DRK Trier schon aus Prinzip nicht mehr. Vielleicht hat aber gerade der TV-Artikel nun dazu beigetragen, die Anwohner der Thyrsus- und Franz-Georg-Straße insoweit zu sensibilisieren, in Zukunft wirklich etwas mehr auf die sogenannten "Müll-Touristen" zu achten. Jörg Kress, Trier gesellschaft