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Nikolaus-Koch-Stiftung unterstützt Schüler, Caritasverband Erwachsene

Bildung : 140 000 Euro für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene in Not

Nikolaus-Koch-Stiftung und Caritasverband unterstützen Schüler sowie Menschen in Not mit zwei Fonds.

Mit einem Nothilfefonds in Höhe von 70 000 Euro unterstützt die Nikolaus-Koch-Stiftung Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien beim Homeschooling während der Corona-Krise. Die Abwicklung der Zuschüsse übernimmt der Diözesancaritasverband Trier e.V. in Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden der Caritas und dem Fachverband Sozialdienst katholischer Frauen, kurz SKF.

Wie aus verschiedenen aktuellen repräsentativen Befragungen hervorgeht, droht sich die Bildungs­ungleich­heit in Deutschland zu verstärken, während Kinder wegen der Corona-Pandemie zuhause bleiben. Laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung fehlt es etwa einem Viertel der Schülerinnen und Schüler an einer für den Fern­unterricht passenden technischen Ausrüstung. Wer die erforderlichen Geräte nicht hat, kann nicht oder nur eingeschränkt am digitalen Unterricht teilnehmen, was zu deutlichen Lernrückständen führt. Dies betrifft vor allem Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Verhältnissen und Familien mit Migrationshintergrund.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, stellt die Nikolaus-Koch-Stiftung den „Corona-Bildungsfonds“ zur Verfügung. „Als regionale Bildungsstiftung sehen wir uns geradezu in der Pflicht, möglichen Bildungsbenachteiligungen entgegenzusteuern“, betont die Geschäftsführerin der Stiftung, Dr. Barbara Stahl. Der Nothilfefonds soll Ausstattungsbedarf für Bildung und Teilhabe bedürftiger Kinder und Jugendlicher im ehemaligen Regierungsbezirk Trier decken. Neben dem Kauf erforderlicher Geräte – wie etwa Laptops, Tablets oder Drucker – kann die finanzielle Unterstützung dazu genutzt werden, Medienkompetenz zu vermitteln. Zusätzliche Lern- oder Nachhilfeangebote sind auch möglich.

Für Menschen, die durch die Corona-Krise in Not sind und dringend finanzielle Unterstützung brauchen, hält der Diözesan-Caritasverband einen Sonderfonds „Caritas Nothilfe Corona“ bereit. Er umfasst 70 000 Euro und wurde vom Bistum Trier mit 50 000 Euro sowie jeweils 10 000 Euro vom Caritasverband und der Stiftung Menschen in Not ausgestattet. „Mit dem Fonds wollen die Kirche und ihre Caritas ein Zeichen der Solidarität für Menschen geben, die in einer existenziellen Notlage sind – vor allem, wenn sie für Kinder sorgen müssen“, erklärt Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel. Der Sonderfonds ist ausschließlich dazu gedacht, in Notlagen zu helfen, die direkt mit der Corona-Krise zusammenhängen. Zweite Voraussetzung ist, dass der Hilfebedarf nicht anderweitig sichergestellt werden kann, vor allem durch sozialrechtliche Leistungsansprüche. Zuwendungen aus dem Fonds bewillien die zehn örtlichen Caritasverbände und der Sozialdienst katholischer ­Frauen (SKF).

Der Diözesan-Caritasverband Trier bittet um Spenden, um weitere Hilfen bei Notlagen durch die Corona-Krise bereitzustellen: Pax-Bank, IBAN: DE43 3706 0193 3000 6661 21, BIC: ­GENODED1PAX, Stichwort: Corona-Nothilfe. Weitere Infos gibt es online unter www.caritas-trier.de.