Noch ist unklar, wohin die Schweicher Schulen und Vereine ausweichen können, wenn die Stefan-Andres-Halle saniert wird.

Infrastruktur : „Tragfähige” Lösung für Sporthalle gesucht

Noch ist unklar, wohin die Schweicher Schulen und Vereine ausweichen können, wenn die Stefan-Andres-Halle saniert wird.

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Wenn am 12. August die Sommerferien zu Ende sind, sollen Schulen und Sportvereine in Schweich einen Ersatz für die Stefan-Andres-Halle zur Verfügung haben. Wie berichtet, wird die Großsporthalle im Schulzentrum grundlegend saniert. Sie steht voraussichtlich zwei Jahre nicht zur Verfügung.

In der Dezember-Sitzung hatte der Verbandsgemeinderat Schweich beschlossen, eine halbe Million Euro für den Bau einer provisorischen Übergangshalle in den Haushalt einzustellen. Damit reagierte die VG auf den Hilferuf der Schweicher Sportvereine, die sogar um ihre Existenz fürchten, weil es in der Region so gut wie keine freien Hallenkapazitäten für den Trainings- und Spielbetrieb gibt.

Ursprünglich wurde als Interimslösung eine Traglufthalle mit einer aufblasbaren elastischen Hülle in Erwägung gezogen. Mittlerweile ist aber auch eine Halle mit festen Seitenteilen („Zelthalle”) im Gespräch. Wie Beigeordneter Rudolf Körner in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats mitteilte, hätte eine Zelthalle den Vorteil, dass sie sich im Sommer nicht so stark aufheizt.

Ein Problem sei der Hallenboden, so Körner. Er müsse über mehrere Jahre vielen unterschiedlichen Sportaktivitäten genügen – nicht zuletzt auch aus haftungstechnischen Gründen. Hier möchte sich die VG den Rat eines Architekten einholen. Ungelöst ist auch noch die Standortfrage und die Kostenbeteiligung.

Mögliche Standorte sind der Parkplatz vor den Tennisplätzen in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße und das Kleinspielfeld an der Sportanlage C. Das Kleinspielfeld wäre zwar vom Untergrund die beste Lösung, wie Büroleiter Wolfgang Deutsch in der Sitzung bemerkte, hätte aber den Nachteil, dass erneut eine Vakanz entstehen könnte. Und zwar dann, wenn der vom Kreis geplante, aber noch nicht umgesetzte Bau einer weiteren Schulsporthalle endlich realisiert werden sollte. Die Aussage „Wir suchen nach einer tragfähigen Lösung” kann hier durchaus wörtlich genommen werden. Was eine finanzielle Beteiligung des Kreises als Träger von Realschule und Gymnasium angehe, sei man auf einem guten Weg, so Deutsch.

Wie Bürgermeisterin Christiane Horsch auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, sollen Arbeiten für den Bau der Ersatzhalle noch vor der Sommerpause vergeben werden, damit in den großen Ferien gebaut werden kann.

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