Noch mehr Chips für die Tonne – Details zur neuen Gebührensatzung

Abfallwirtschaft : Noch mehr Chips für die Tonne – Details zur neuen Gebührensatzung

Die neue Abfall- und Gebührensatzung hat größere Auswirkungen: In der Grundgebühr sind nur noch 13 Leerungen statt bislang 26 Abholungen im 14-Tages-Rhythmus enthalten.

Wer seine Tonne häufiger als 13 Mal pro Jahr leeren lässt, muss für jede zusätzliche Abfuhr zusätzlich zahlen. Um die Leerungen zu zählen, hat die ART alle Tonnen mit elektronischen Chips ausgerüstet.

Wie teuer die Sache genau wird, ist noch nicht bekannt. ART-Chef Max Monzel erklärt nur allgemein: „Wer seine Restmülltonne nur 13 Mal leeren lässt, zahlt weniger als die bisherige Grundgebühr. Für alle, die häufiger leeren lassen, wird es deutlich teurer.“

Nicht mehr im Grundpreis enthalten ist auch der Service der Müllmänner in der Stadt Trier, die Restmülltonnen von ihrem üblichen Standplatz an den Straßenrand und wieder zurück zu stellen. „Dafür waren bislang pauschal etwa 12 Euro in die Jahresgebühr eingepreist – dass das nicht kostendeckend sein kann, ist offensichtlich“, sagt Monzel. Die neue Abfallsatzung sieht vor, dass Bürger den Hol- und Bringservice für eine Extra-Gebühr dazubuchen können. In Trier für alle Restmülltonnen, im Landkreis Trier-Saarburg nur für große Container ab 770 Litern. Wer sich dafür entscheidet, muss seine Tonne allerdings alle 14 Tage leeren lassen. Individuelle Regelungen seien leider nicht möglich, sagt Monzel. Wer seine Tonne nicht selbst rausstellen kann – etwa weil er körperlich dazu nicht in der Lage ist – zahlt also nicht nur für den Hol- und Bringservice künftig deutlich mehr, sondern muss sich auch für den deutlich teureren 14-Tages-Rhythmus bei der Leerung verbindlich entscheiden.

Sparen kann, wer konsequent Wertstoffe wie Plastik oder Papier im Gelben Sack oder der Blauen Tonne entsorgt, so seine Restmüllmenge reduziert und mit weniger Tonnenleerungen zurechtkommt. Wo mehrere Familien gemeinsam einen Behälter nutzen, wird dieses Sparmodell schwierig, wenn eine Familie einfach alles weiter in die Restmülltonne stopft. Wo es Probleme gibt, könnten neuartige Abfalltonnen helfen: „Das können zum Beispiel Behälter sein mit Klappen, die sich nur mit einem personalisierten Chip öffnen lassen. Diese Chips speichern dann die Menge des Restmülls, der pro Familie eingefüllt wird“, erläutert Monzel. Die Müllgebühren könnten dann auf die Parteien des Mehrfamilienhauses mengengerecht aufgeteilt werden.

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