Noch stimmt der Ausbauzeitplan
Der Ausbau des Fischwegs in Ruwer verläuft bisher planmäßig. Im September hatten die Arbeiten begonnen. Im Mai 2010 soll die auf Monate voll gesperrte Straße fertiggestellt sein. Zurzeit stehen die Chancen auf "Planerfüllung" gut.
Trier-Ruwer/Mertesdorf/Kasel. Ein Verkehrsnadelöhr mit überörtlicher Bedeutung ist der Fischweg in Ruwer. Die enge Ortsstraße mit Wohn- und Gewerbeanliegern dient als wichtigste Verbindung zwischen der Stadt Trier und den Orten im unteren Ruwertal. Die monatelange Sperrung der nur etwa 300 Meter langen Straße bedeutet für rund 7000 Ruwertalbewohner tägliche Umwege zur Arbeit und zum Einkauf. Die Anrainer von Kasel, Mertesdorf und des Ruwerer Ortsteils Eitelsbach sind zudem von dem enorm angestiegenen Durchgangsverkehr vor ihren Haustüren betroffen.
Anrainer in Eitelsbach am stärksten belastet
Besonders belastet sind die Anrainer der Hauptstraße in Mertersdorf sowie in Eitelsbach die Bewohner der Mertesdorfer Straße, der Eitelsbacher Straße und der Straße Auf Schwarzfeld. Grund: Über diese Route verläuft der größte Teil des PKW-Umleitungsverkehrs einschließlich des dorthin verlagerten ÖPNV. Vor dem innerörtlichen Engpass in Eitelsbach regelt eine Behelfs ampel den Durchgangsverkehr. Schon in verkehrsarmen Zeiten bilden sich davor beachtliche Warteschlangen. Richtig heftig wird es dagegen im morgendlichen Berufsverkehr. "Dann reicht die Warteschlange von Eitelsbach bis an die Mertesdorfer Hauptstraße", sagt Mechthild Weis vom Hotel Weis.
Noch immer können viele Ruwertalbewohner nicht verstehen, dass der Fischweg nicht schon 2007/2008 im Zuge des L-149-Ausbaus (Landesstraße von Ruwer bis Waldrach) saniert wurde. Dadurch wäre alles mit einer Sperrung und einer Umleitungsphase erledigt gewesen. Bekanntlich aber scheiterte dies an der Ebbe in der Stadtkasse - für den Fischwegausbau war vor zwei Jahren kein Geld vorhanden. Dennoch wurde damals die Zeit der L-149-Sperrung auch von Trier er Seite genutzt: Als der Fischweg durch den L-149-Ausbau blockiert war, erneuerten die Stadtwerke dort das Kanal-, Gas- und Wassernetz. Ohne diese Vorarbeit im Untergrund hätte sich der nun laufende Straßenausbau bedeutend verlängert.
"Trotz zeitweise ungünstiger Witterungsbedingungen ist bisher alles voll im Zeitplan", erklärt Jürgen Backes vom Presseamt. Bei einem Besuch auf der Baustelle präsentiert sich der Fischweg noch als Berg- und Talbahn. Mit einem Spezialkettenfahrzeug hat sich die Baufirma Köhler GmbH zu einem Haus in Hanglage vorgearbeitet, das nur über einen langen Treppenaufgang erreichbar ist und nun noch einen neuen Wasseranschluss erhält. Vom 19. Dezember bis Ende Januar ist eine Winterpause eingeplant.
Eine provisorische Öffnung der Straße - wie seinerzeit beim L-149-Ausbau - wird es nicht geben. "Im kompletten Verlauf der Straße wurde der asphalthaltige Oberbau abgefräst. Eine Öffnung des unbefestigten Fischwegs ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich", heißt es aus dem Trierer Rathaus.
Und: "Der Zeitplan bis zur Fertigstellung wird nach derzeitiger Einschätzung eingehalten."