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Noch vor Weihnachten fliegen die Bälle

Noch vor Weihnachten fliegen die Bälle

Eins der größten öffentlichen Bauprojekte im Kreis Trier-Saarburg ist die Mehrzwecksportanlage in Osburg. Der frühe Wintereinbruch im Dezember verzögerte die Arbeiten an der rund 3,75 Millionen Euro teuren Halle. Inzwischen haben die Bauleute die verlorene Zeit wieder wettgemacht - Anfang Dezember soll der Sportbetrieb beginnen.

Das beherrschende Thema in der rund 2470 Einwohner zählenden Hochwaldgemeinde Osburg ist derzeit der Bau der neuen Mehrzwecksportanlage. Der Neubau erhält zwei Spielfelder mit Zuschauertribüne, Gastronomieräume und zwei angeschlossene Kegelbahnen. Vergangenheit ist der jahrelange Streit um Finanzierung und Planung, der dem Projekt vorausging. Ebenso abgeschlossen ist die Diskussion um die ursprünglich nicht eingeplante Aufzugsanlage. Um die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten, wird der Neubau mit einem kostengünstigen Außenaufzug ausgestattet (der TV berichtete).

"Wir liegen mit den Arbeiten gut im Zeitplan, obwohl der frühe und harte Wintereinbruch im Dezember den Start verzögerte", erklärt Guido Müller, Leiter der Bauabteilung bei der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer, die Bauherr des Projekts ist. Neben der VG Ruwer trägt die Standortgemeinde Osburg mit rund 700 000 Euro den größten Finanzierungsanteil. Entsprechend hoch ist auch das Interesse der Bevölkerung. Ortsbürgermeister Werner Mergens: "Die Baustelle wird regelmäßig von interessierten Zuschauern besucht."

Auch Mergens spricht fast täglich mit den Bauleuten der beauftragten Firma Dillich aus Simmern. Mergens: "Mit dieser Hunsrücker Firma haben wir ein Riesenglück gehabt. Sogar am Rosenmontagmorgen wurde gearbeitet. Offenbar sind die bemüht, die im Dezember verlorene Zeit wieder wettzumachen - und wie es aussieht, gelingt es ihnen." Dies bestätigt Polier Dieter Geis gegenüber dem TV: "Wie es aussieht, sind wir je nach Wetterlage in vier bis acht Wochen fertig mit unserer Arbeit." Der Osburger Ortsgemeinderat entscheidet in seiner Sitzung am 24. März über einen Namensvorschlag für die Halle, den er der VG-Verwaltung unterbreiten will. "Es wurde schon über viele Namen diskutiert", sagt der Ortsbürgermeister. Aber welche dies sind, damit will Mergens nicht rausrücken. Mergens: "Der Hallennamen müsste etwas mit dem Osburger Hochwald zu tun haben."

Der Zeitplan des Hallenprojekts: Planungsbeginn war im März 2010, die Erdarbeiten begannen am 12. September und die noch laufenden Rohbauarbeiten am 25. September. Anfang Mai ist der Einbau der Dachkonstruktion aus sieben hölzernen Großelementen vorgesehen. Der Ausbau der Fassade beginnt am 17. Juni und endet am 14. August. Parallel dazu laufen die Dachdeckarbeiten. Danach: Installation der Haustechnik. Im Oktober werden die Sportböden eingebaut, im November folgt der Einbau der Sportgeräte/Kegelbahnen. Eröffnung ist Ende November/Anfang Dezember.

Die Gesamtkosten betragen3,75 Millionen Euro. Die Finanzierung: Das Land hat eine Landeszuweisung von einer Million Euro für den Bereich "Schulsport" in Aussicht gestellt, und 155 000 Euro gibt es vom Land für die Kegelsportanlage. Hinzu kommen rund 289 000 Euro Förderung des Kreises und 700 000 Euro von der Standortgemeinde Osburg, 73 000 Euro zahlen die Nachbargemeinden, und 1,53 Millionen Euro kommen von der Verbandsgemeinde Ruwer.

Extra
Große Bauvorhaben im Kreis Trier-Saarburg: In Schweich baut der Kreis für rund 13,6 Millionen Euro ein Gymnasium mit Schulmensa. Unmittelbar damit verbunden ist der Bau eines Bürgerzentrums mit Saal und Bühne, in das die Stadt Schweich rund 2,4 Millionen Euro investiert. Die Ausschreibung läuft, Baubeginn im Juni, Fertigstellung: Frühsommer 2012. In Saarburg entsteht im Stadtteil Beurig ein Ortszentrum (5 Millionen Euro) mit Kindergarten (2,6 Millionen Euro). Fertigstellung: 2012. Das Krankenhaus wird für rund 10 Millionen Euro um- und ausgebaut. Beginn: 2011. In Konz ist ein neues Hallen- und Freibad am Standort der bestehenden Anlage geplant. Investitionsvolumen mit Blockheizkraftwerk: rund 11 Millionen Euro, Baubeginn: 2011. In der VG Hermeskeil investiert der Kreis rund 13 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau der Schulen. (f.k.)