Noro-Viren im Algensalat: Kontrollen in zwei Trierer Sushi-Lokale, die beliefert wurden

Gesundheit : Noro-Viren im Algensalat: Lebensmittelkontrolleure untersuchen zwei Trierer Sushi-Lokale, die beliefert wurden

Weil im Algensalat eines spanischen Lieferanten Noro-Viren festgestellt wurden, hat das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt am Dienstagabend eine Lebensmittelwarnung abgesetzt. In der Stadt Trier waren davon drei Sushi-Restaurants betroffen.

Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt hat am Dienstagabend alle Kommunen informiert, in deren Zuständigkeitsbereich es Restaurants gibt, die von dem Hersteller Algensalat erhalten hatten. Auch den Restaurants selbst wurde mitgeteilt, dass das Produkt nicht verkauft werden darf.

In Trier waren drei Sushi-Restaurants betroffen, wie das Trierer Gesundheitsamt auf TV-Nachfrage bestätigte.

Die Sushi-Lokale erhielten am Mittwoch Besuch von den Lebensmittelkontrolleuren des städtischen Ordnungsamts. „Unsere Mitarbeiter haben überprüft, ob die Restaurants den Salat, wie gefordert, aus dem Verkehr gezogen hatten – was in allen Fällen bereits geschehen war“, erklärt Rathauspressesprecher Michael Schmitz. In eins der drei Restaurants sei der betroffene Algensalat ohnehin noch gar nicht ausgeliefert gewesen.

Die Stadtverwaltung hatte das Gesundheitsamt auch darüber informiert, dass sich bereits am Montag, 5. August, eine Frau bei der städtischen Lebensmittelkontrolle gemeldet hatte. Sie gab an, in einem Trierer Sushi-Restaurant gegessen und danach schweren Durchfall bekommen zu haben. Die Frau verbrachte einen Tag im Krankenhaus. Die Erkrankte erklärte, dass auch ihre beiden Freundinnen unter ähnlichen Beschwerden gelitten hätten. Auf das Noro-Virus ist die Frau im Krankenhaus allerdings nicht untersucht worden. „Wir versuchen das nun nachträglich abzuklären – auch bei den Freundinnen“, sagt Dr. Michels. Ebenso wird der Algensalat, den die städtischen Lebensmittelkontrolleuren eingesammelt haben, untersucht.

Das Noro-Virus verursacht schweren Durchfall und heftiges Erbrechen. Insbesondere für ältere, geschwächte Menschen kann das Virus unter Umständen lebensbedrohlich sein.

Potenzielle weitere Betroffene, die möglicherweise den kontaminierten Algensalat gegessen haben, können sich beim Trierer Gesundheitsamt melden, Telefon: 0651/500.

In einer ersten Version unseres Online-Berichts hieß es, zwei Sushi-Restaurants seien betroffen. Richtig ist, dass drei Trierer Restaurants auf der Lieferliste des Herstellers stehen, an zwei davon allerdings nur tatsächlich der betroffene Algensalat auch ausgeliefert wurde.

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