Notbremse gezogen

Christiane Horsch hat sehr lange gewartet und dann doch die Notbremse gezogen. Mit der Entscheidung, sich nicht auf die Baudezernentenstelle zu bewerben, hat sie sich eine unnötige Niederlage erspart.

Da noch nicht einmal ihre eigene Partei, die CDU, hinter ihr stand, war völlig klar, dass sie als Dezernentin keine Zukunft gehabt hätte. Horsch hat sich gegen diese Einsicht gewehrt und eine Kompetenz-Diskussion geführt. Dabei ging es nicht um ihre Kompetenz, sondern - und das muss schmerzhaft für die Power-Frau sein, die vor acht Jahren vom Kanzler-Stuhl der FH in den Stadtvorstand wechselte - um ihre Person, die in der Chefetage des Rathauses nicht mehr erwünscht war. Das Kapitel Horsch ergänzt nach den Kapiteln Böhr und Holkenbrink das Bild einer orientierungs- und erfolglos wirkenden Trierer CDU. j.pistorius@volksfreund.de