Stadtentwicklung: Nun gilt der neue Flächennutzungsplan Trier

Stadtentwicklung : Nun gilt der neue Flächennutzungsplan Trier

Der Flächennutzungsplan Trier 2030 tritt am 5. Februar in Kraft. Anregungen der Aufsichtsbehörde sind eingearbeitet.

Mit der Veröffentlichung in der Rathauszeitung vom 5. Februar wird der Flächennutzungsplan (FNP) Trier 2030 rechtswirksam und ersetzt damit den bisherigen Plan von 1982. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hatte das Planwerk am 9. Januar genehmigt.

Die von der SGD Nord in ihrer Genehmigungsverfügung empfohlenen redaktionellen Änderungen sind nach Auskunft der Stadt vom Planungsamt in den Legendentext und die Begründung eingearbeitet worden. Dem Plan sei außerdem die sogenannte zusammenfassende Erklärung beigefügt. Hier werde unter anderem erläutert, wie die Umweltbelange und die Ergebnisse der umfangreichen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung in dem Flächennutzungsplan berücksichtigt worden seien.

Der neue FNP ist ab sofort die Richtschnur für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung des Stadtgebiets. Bebauungspläne müssen in der Regel aus dem Flächennutzungsplan heraus entwickelt werden.

Nach Aussage von Baudezernent Andreas Ludwig hat der FNP „aber grundsätzlich keine direkte Bindungswirkung für Bürger. Er ist vielmehr eine planerische Selbstbindung der Gemeinde und auch behördenverbindlich.“ Anders als es die Bezeichnung vermuten lässt, wird der neue Flächennutzungsplan aber nicht bis 2030 unverändert bleiben. Wenn neue städtebauliche Gesichtspunkte es erforderlich machen, kann er geändert werden. Die erste Änderung ist bereits in der Vorbereitung: Sie bezieht sich auf die am Wissenschaftspark geplante neue Stellplatzanlage. Dazu fand auf dem Petrisberg am 28. September  2018 eine Bürgerinformation statt.

Der Flächennutzungsplan Trier 2030 ist über die Homepage der Stadt Trier einsehbar (www.trier.de, Rubrik Bauen und Wohnen/Stadtplanung/Bauleitplanung). Hier und in dem ebenfalls auf trier.de verfügbaren Ratsinformationssystem sind außerdem die wichtigsten Schritte des bisherigen Aufstellungsverfahrens dokumentiert. Komfortable Navigationsmöglichkeiten in dem Plandokument bietet das städtische Geoportal. Dabei kann der FNP mit anderen Grundkarten und Luftbildern oder speziellen thematischen Schwerpunkten verbunden werden.