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Nun ist auch Fell so richtig happy

Nun ist auch Fell so richtig happy

Der Feller Markt hat es in sich: Seit Freitagabend wird im großen Festzelt bei Musik, Show und Wein gefeiert. Heute endet der Feiermarathon mit Tierschau, Krammarkt, der Bergmannskapelle, De Hofnarren und guten Tropfen.

Fell. Unzählige Menschen strömen am Freitagabend Richtung Festplatz. Einige tragen Deutschland-Trikots und lassen das Motto der öffentlichen Weinprobe bereits vermuten: "Wein WM - Die Welt zu Gast in Fell." Die Moderatorinnen Michaela Rodens und Carina Kronz drehen die Zeit rund zwei Monate zurück, das Sommermärchen 2014 flammt noch einmal auf. Während Torszenen und Fanjubel über Leinwände flackern und Politiker sich auf der Bühne an der Torwand duellieren, kosten rund 900 Gäste 15 Meister-Weine von fünf Weingütern. Vom Rivaner Classic bis hin zur Riesling Auslese.
Feller zeigen eigenes Video


Zwischendurch rockt Thomas Esch das Zelt, die Gäste tanzen auf den Bänken. Einen Volltreffer landet das Team um Klaus Wick beim Publikum mit einem eigenen Feller Musikvideo zu Pharrell Williams\' "Happy". Happy, also glücklich, ist auch der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Feller Markt.
Denn auch Samstagabend füllt sich nach der Begrüßung durch Alfons Rodens, Ortsbürgermeister von Fell und Arge-Vorsitzender, von Stunde zu Stunde das 70 Meter lange und 25 Meter breite Zelt. Es ist der Abend der Livemusik: mit The Beavers und der Bergmannskapelle Fell (Leitung Thomas Lex).
Schirmherr Arnold Schmitt (CDU), Landtagsabgeordneter und Kreisbeigeordneter, sagt: "Ich bin jetzt 60. Der Feller Markt hat mich fast mein Leben lang begleitet." Ein dickes Lob richtet er an den Veranstalter. Er habe es geschafft, die Tradition zu hegen und zu pflegen und eines der größten Weinfeste in der Region in die Zukunft zu tragen.
Seit vergangenem Jahr gibt es nach der Idee von Hermann Spanier ein neues Konzept: Das Dorf im Zelt. Bilder von Fell oder eine Bar in Anlehnung an das Besucherbergwerk schmücken das Zeltinnere.
Auch kleine kosmetische Veränderungen in diesem Jahr, wie eine andere Platzierung der Bühne und die Neugestaltung des Vorplatzes mit Sitzgruppen, kamen gut an. "Der Feller Markt hat sich positiv entwickelt. Der Veranstalter hat sich viel Arbeit gemacht, damit man gemütlich feiern kann", sagt Johannes Freudenreich (18) aus Mehring. Einziger Kritikpunkt, der mehrmals zu hören war: "Es ist zu laut."
Der Sonntag ist wie alle Jahre wieder der Tag der Familien und der Schönen: der Erntedankgottesdienst im Zelt, der Rummel mit schwindelerregenden Gefährten und Kirmesbuden sowie das Unterhaltungsprogramm und die Misswahl (weiterer Bericht folgt) sind Publikumsmagneten.
Das Traditionsfest funktioniert nur, weil wieder rund 350 Ehrenamtliche an vier Tagen Schichten vom Dienst am Getränkestand bis hin zum Abbau übernehmen. Auch Dirk Marmann, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Schweich, zieht eine positive Bilanz: "Wir haben während der Weinprobe keine Gruppen entdeckt, die vorglühten." Uwe Leitzgen von der Polizei Schweich sagt: "Alles ruhig. Es gab keine Vorfälle."

Extra

Programm: Am heutigen Montag findet ab 10 Uhr die große Viehprämierung mit Tierschau und Krammarkt statt. Ab 11 Uhr wird eine neue Traktoren-Baureihe vorgestellt. Livemusik mit Casamento ("Der Markt bebt") gibt es zum Frühschoppen ab 11.30 Uhr im großen Festzelt. Ab 14.30 Uhr spielt die Bergmannskapelle Fell und ab 17 Uhr lädt die Arge Feller Markt zum Feierabendtreff ein. DJ Rom heizt die Stimmung an, bevor ab 19 Uhr De Hofnarren Kölsche Musik im Fellertal machen. kat