Nur Krippenkinder sind zurück in Ruwer

Nur Krippenkinder sind zurück in Ruwer

Die Krippenkinder der Kita St. Clemens werden wieder in Ruwer betreut. Ob der seit Februar gesperrte Altbau der Einrichtung saniert oder komplett neu gebaut wird, ist allerdings noch immer nicht klar.

Trier-Ruwer/Waldrach. In ihrem Ausweichquartier in Waldrach fühlen sich die Kinder aus Ruwer wohl. Auch wenn es dort etwas enger zugeht als in ihrem alten Kindergarten, der Anfang März wegen massiven Schimmelbefalls geschlossen werden musste. Bis zu 30 der derzeit gut 60 Jungen und Mädchen nutzen täglich den für sie eingerichteten Busverkehr von und nach Ruwer. Alle anderen werden von Eltern und Angehörigen zu dem wiederbelebten ehemaligen Waldracher Kita-Gebäude neben der Kirche gebracht. Weil auch im neuen Anbau der Kita Ruwer Schimmelsporen entdeckt wurden, mussten auch die Krippenkinder einige Wochen nach dorthin ausweichen. Diese 15 Kinder und ihre sechs Erzieher, sind mittlerweile aber wieder in ihr Heimdomizil eingezogen. Nach Raumluftmessungen hatte das Gesundheitsamt die Situation dort für unbedenklich erklärt.
Wann auch die älteren Kinder wieder nach Ruwer zurückkehren können, ist allerdings ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, ob saniert oder neu gebaut wird. "Zum Altbau gibt es keine neuen aktuellen Erkenntnisse", sagt Christine Wendel von der Bischöflichen Pressestelle Trier. "Kirchengemeinde, Bistum und Stadt sind derzeit noch in Gesprächen über das weitere Vorgehen. Wann es zur Entscheidung kommt, ist derzeit noch nicht abzusehen."
Die Eltern zeigen zwar Verständnis dafür, dass eine solch große Baumaßnahme gründlich besprochen werden muss. Wirklich zufrieden sind sie mit dem Stand der Dinge allerdings nicht. "Die Situation ist für uns unbefriedigend", sagt Elternsprecherin Christine Wendel. "Zumindest wir als Eltern sollten doch gut und aktuell über den Stand der Dinge informiert sein."
Eigene Infoveranstaltung



Der Elternbeirat hatte aus diesem Grund eine eigene Informationsveranstaltung organisiert. "Der Architekt hat uns dabei erläutert, dass Sanierung und Neubau wohl um die 1,5 Millionen Euro kosten würden." Das Bistum bestätigt diesen Betrag nicht, sondern spricht von Kosten "im unteren siebenstelligen Bereich". Je nach Entscheidung über unterschiedliche Formen der Renovierung oder einen Neubau differierten die geschätzten Kosten. Wenn die Grundsatzentscheidungen gefallen seien, könne die konkrete Bau- und Kostenplanung angegangen werden.
Mit mindestens zwei Jahren Kinderbetreuung im Ausweichquartier war bereits im März vonseiten des Trägers, der Kita gGmbH, gerechnet worden. In Waldrach stehen nun bis zu 75 Kita-Plätze zur Verfügung, die nahezu komplett belegt sind. Im Krippenbereich in Ruwer können bis zu 22 Kleinkinder betreut werden.

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