Nur nichts überstürzen

Die skeptische Haltung von CDU und FWG zu einer Solaranlage auf dem Dach der Grundschule am Bodenländchen ist berechtigt. Zunächst sollte dort gründlich die Verhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Ertrag geprüft werden.

Soll das Schieferdach des Schulgebäudes tatsächlich unter ein paar Sonnenkollektoren verschwinden, deren Stromerzeugung einem Tropfen im Meer des deutschen Verbundnetzes gleichen würde? Und wenn, für welchen Ertrag? Etwas anders verhält es sich beim schlichten Dach der Halle - dort gibt es nichts zu verschandeln, aber viel freie Fläche, die genutzt werden kann. Und wenn die Kosten der veralteten Schul-Ölheizung tatsächlich so zu Buche schlagen, wie in der Ratssitzung mehrfach angedeutet wurde, dann sollte zunächst dort der Hebel angesetzt werden. Was nützen ein paar Euro Einnahmen aus einem Solarenergievertrag für das Schuldach, wenn die veraltete Heizung im Keller desselben Gebäudes Energie und städtisches Geld nur so zum Schornstein hinausbläst? f.knopp@volksfreund.de