Nur noch 15 Schwäne

Das Verwaltungsgericht Trier hat Lothar Lorigs Widerspruch gegen die tierschutz-rechtliche Verfügung der Stadt Trier abgelehnt. Er darf in Zukunft maximal 15 Schwäne in seiner Station in Feyen pflegen.

Trier-Feyen. In der Schwanenstation dürfen künftig maximal 15 Schwäne gleichzeitig untergebracht werden. Eine Überschreitung ist nur in Ausnahmefällen mit Zustimmung des Veterinäramts möglich. Schwäne, die aufgrund eines dauerhaften physiologischen Schadens nicht auswilderungsfähig sind, müssen an geeignete Pflegestellen abgegeben werden. Gesunde Tiere sind unverzüglich wieder auszuwildern.Diese Entscheidung des Verwaltungsgerichts entspricht dem Inhalt einer tierschutzrechtlichen Verfügung der Stadt Trier vom 10. Januar (der TV berichtete). Schwanen-Vater Lothar Lorig hatte zeitweise 60 Tiere in seiner Station auf dem Gelände der alten Castelnau-Kaserne in Feyen - eindeutig zu viele nach Ansicht der Stadt und auch des Gerichts. Die Behörde begründete ihre Anordnung damit, dass eine artgerechte Unterbringung mit ausreichend Freilauf und Ausweichmöglichkeiten so nicht gewährleistet sei. Außerdem wildere Lorig gesunde Tiere nicht sofort wieder aus. Es sei zwar legitim, kranke und verletzte Tiere aufzunehmen und gesund zu pflegen - jedoch nur mit dem Ziel, sie sofort nach ihrer Genesung wieder in die Natur zu entlassen. Lothar Lorig wandte sich mit der Bitte um einstweiligen Rechtsschutz gegen die für sofort vollziehbar erklärte Verfügung an das Verwaltungsgericht Trier. Die 1. Kammer lehnte dieses Begehren mit Beschluss vom 28. Februar 2008 jedoch ab. Lorig muss seinen Bestand reduzieren, allerdings nicht von jetzt auf gleich. Die Kammer gestand ihm eine Übergangsfrist zu.Seit vier Jahren pflegt Lorig verletzte und kranke Schwäne in Feyen. Aus einer maroden Fahrzeughalle in der Castelnau-Kaserne hat er mit viel Geschick und Energie eine Pflegestation gemacht. Als Schwanen-Vater von Feyen machte er über die Grenzen der Region hinaus Schlagzeilen.

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