Oberster Verbraucherschützer begrüßt Aigner-Plan

Oberster Verbraucherschützer begrüßt Aigner-Plan

Nach dem Dioxinskandal gehen viele Menschen mit einem mulmigen Gefühl einkaufen. Diese Skepsis sei gerechtfertigt, findet der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen. Das am Freitag angekündigte Zehn-Punkte-Pogramm von Ilse Aigner stimmt den Experten jedoch optimistisch.

Trotz schärferer Vorschriften und Kontrollen können weitere Lebensmittelskandale nicht verhindert werden. Kriminelle würden immer wieder Lücken finden und diese ausnutzen, sagt der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. Der oberste Verbraucherschützer Deutschlands geht aber davon aus, dass Lebensmittel „ein gutes Stück“ sicherer werden, wenn das von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) vorgestellte Zehn-Punkte-Programm zum Schutz vor Dioxin in Futtermitteln in Kraft tritt. „Aber nicht absolut sicher“, ergänzt Billen.

Er sieht die Vorschläge Aigners positiv. Die Ministerin habe die meisten Vorschläge seines Verbandes und damit die Anliegen der Verbraucher aufgegriffen, wie strengere Anforderungen an die Futtermittelindustrie und bessere Information der Verbraucher. „Es kommt jetzt darauf an, dass sie das, was sie angekündigt hat, auch umsetzt“.

Noch aber sei das Einkaufen „nicht sorgenfrei“. Die Verbraucher könnten noch immer nicht sicher sein, dass Schweinefleisch und Eier keine erhöhten Dioxinwerte mehr enthielten.

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