Ochsentour für Rheinländer

TRIER. (QO) Blickfang vor der Porta Nigra: Der sanftmütige Ochse "Max" und seine Begleiter vom Rheinischen Freilichtmuseum Kommern bei Euskirchen scheinen der Vergangenheit entsprungen zu sein.

Eine "Ochsentour" durch die frühere "Preußische Rheinprovinz" steht für die Kommerner auf dem Programm, von Kleve im Norden bis Saarbrücken im Süden: Werbung für die neue Dauerausstellung "Wir Rheinländer" in einem der größten Freilichtmuseen Europas. Max nahm das Ganze gelassen hin, ließ sich von Touristengruppen bewundern und von Passanten streicheln. "Das ist ein ganz Ruhiger", bestätigt Jürgen Pick, Landwirt im Museum. Mit weiteren Ochsen, Schafen und Ziegen lebt und arbeitet Max dort. Malerisch sehen auch seine Begleiter aus: Schreiner Rainer Blindert ist mit seinem Karren angereist, und "Muusfallekrämerin" Jien Braconier, mit richtigem Namen Carola Philips, trägt eine ansehnliche Sammlung selbst hergestellter Mausefallen mit sich. Besucher können im Museum den Alltag unserer Vorfahren hautnah kennenlernen, erläutert Mitarbeiterin Christine Hamacher. Sie finden dort unter anderem Bauernhöfe, Mühlen, Werkstätten, Schule, Backhaus, Poststation. Neu ist nun "WirRheinländer": Entlang einer 150 Meter langen "Geschichtsgasse" kann die Entwicklung des Rheinlands anschaulich nachverfolgt werden, von der Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen im Jahr 1794 bis in die frühe Wirtschaftswunderzeit. Trier ist vertreten durch die nachgebaute Fassade eines Hauses in der Krahnengasse sowie durch den prominenten Rheinländer Karl Marx.

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