Offenheit gefragt

Meinem Parteifreund Josef Reinert, den ich ansonsten sehr schätze, kann ich nicht zustimmen. Allen drei Aussagen seines Leserbriefs muss ich widersprechen. Erste Aussage: Versorgungsposten für Frau Barley.

Zu "versorgen" ist jemand, dessen aktive Zeit "abgelaufen" ist, nicht mehr leistungsfähig ist und "untergebracht" werden muss. Dies ist bei Frau Barley eindeutig nicht der Fall. Als hoch qualifizierte Juristin, die nach einem engagierten Wahlkampf nur knapp als Landrätin gescheitert ist, stehen ihr nahezu alle Türen offen. Zweite Aussage: Für was will sie denn kämpfen? Sicherlich ist die Tätigkeit für die Großregion nicht so klar definiert wie Aufgaben in anderen Fachreferaten der ADD. Aber gerade das ist doch die Chance für jemanden, der sich wie Frau Barley mutig einem schier aussichtslosen Wahlkampf stellt, auf Menschen zugeht und diese offensichtlich auch begeistern kann. Beim Thema Großregion müssen neue Wege beschritten werden, und dies ist ihr zuzutrauen. Dritte Aussage von Josef Reinert: Barley kennt die Region doch kaum. Diese Aussage ist nach ihren zahlreichen Wahlkampfauftritten im Landkreis ohnehin in Frage zu stellen. Aber selbst wenn, dann hat sie nicht den "Tunnelblick" eines Kommunalpolitikers, der sich für seine Gemeinde oder sein regionales Umfeld einsetzt. Hier ist jemand mit Offenheit für das Ganze gefragt. Otmar Rößler, Schweich

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