Ohne Mathe nichts los

TRIER. (cofi) Mathe muss kein dröges Unterrichtsfach sein. Beim Landeswettbewerb "Mathematik" bewiesen Schüler der achten und neunten Klassen Kreativität beim Lösen der gestellten Aufgaben. Aus der Region erhielten 17 von ihnen die Siegerurkunde für die guten Leistungen.

Von anfänglich 4000 Schülern, die am Landeswettbewerb "Mathematik" teilgenommen hatten, schafften es 100 von ihnen bis in die letzte Runde. 17 von ihnen kommen aus dem Zuständigkeitsbereich der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier aus Schulen von Kusel bis Hermeskeil. In einer Klausur und einer Hausarbeit, die innerhalb von sechs Wochen gelöst werden musste, wurden den Schülern Aufgaben zum Nachdenken und Knobeln gestellt. Sie sollten Probleme aus dem Alltag untersuchen und mathematische Lösungswege selbstständig erarbeiten, erklärten Wilfried Heuser, Studiendirektor am Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier und regionaler Wettbewerbsleiter, sowie Karin Lamprecht, Lehrerin am Trierer Friedrich-Spee-Gymnasium und Mitglied der Wettbewerbskommission. Voraussetzung für die Teilnahme ist "Freude an der Mathematik, Interesse am Knobeln und Ausdauer für das Ausformulieren einer mathematischen Lösung". Es schloss sich ein Kolloquium an, während dem sich die Schüler im Fachgespräch mit Prüfern über mathematische Probleme unterhielten. "Dort wurden die guten schriftlichen Leistungen bestätigt", sagten Heuser und Lamprecht. Fabian Strobel vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier, Stefan Anell (Gymnasium Hermeskeil), Christina Weirich (Gymnasium Konz) und Katharina Petry (Max-Planck-Gymnasium Trier) bestanden das Kolloquium mit Bestnoten. Sie erwartet in der dritten Runde des Wettbewerbs als Teil der Begabtenförderung die Teilnahme an mathematischen Vorlesungen und Seminaren an der Universität Koblenz. "Schüler lernen, vorgegebene Problemlösungen kreativ anzugehen und neue Wege zu beschreiten. Das kann für jeden gewinnbringend sein", umschrieb Sigurd Hein von der ADD Sinn und Zweck des Wettbewerbs. "Man könnte nicht mit dem Handy telefonieren, wenn Mathematiker nicht Berechnungen anstellen würden, es gäbe ohne Mathematik keine soziologischen Studien und Marketingstrategien", erklärten Heuser und Lamprecht.