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Olevian im Original und virtuell

Olevian im Original und virtuell

Ausstellung in der Stadtbibliothek und Onlineprojekt sind jetzt zugänglich.

Trier (red) In der Stadtbibliothek Trier dreht sich ab sofort alles um einen Mann: Caspar Olevian. Die Ausstellung "Caspar Olevian, die Reformation und Trier", die bis zum 4. Juli im Foyer der Stadtbibliothek zu sehen ist, gibt einen vielfältigen Einblick in das Leben und Wirken des 1536 in Trier geborenen Juristen, Theologen und Reformators.
Zahlreiche Exponate sind zu sehen, darunter als besondere Rarität Originalbriefe Caspar Olevians und Martin Luthers, aber auch Portraitbilder des Theologen und seiner Zeitgenossen sowie weitere Schriften und Bücher aus der Zeit der Reformation. "Das Spannende an dieser Ausstellung ist die Vielfalt der Medien", betonte dann auch Prof. Dr. Michael Embach, Leiter der Stadtbibliothek, der gemeinsam mit seinem Vorgänger, Prof. Dr. Gunther Franz, für die Umsetzung der Ausstellung verantwortlich zeichnet.
Denn begleitet und erweitert wird die analoge Ausstellung durch das virtuelle Caspar Olevian Portal, auf dem sich neben den Exponaten umfangreiche weitere Informationen zum Leben und Wirken des Trierer Reformators finden. "Jahreszahlen sollen an Plastizität gewinnen", betonte Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger, Vizepräsident der Universität Trier, anlässlich der Eröffnung des besonderen Projektes. Und plastisch wird es durchaus: So nimmt das Portal die Besucher unter anderem mit auf einen virtuellen Spaziergang in das Trier Olevians - vom Geburtshaus in der Grabenstraße über das alte Rathaus am Kornmarkt bis hin zur Kirche des Bürgerhospitals St. Jakob, eine der Predigtstätten Olevians - und lässt so den Trierer Reformator und seine Geschichte wieder lebendig werden.
Der eigentliche Kern des Portals seien aber die vielen Originaldokumente, die nun frei zugänglich in digitalisierter Form vorlägen, so Müller-Fürstenberger weiter, und die in dieser Form noch nicht zusammengestellt worden seien. Das bekräftigte auch Prof. Dr. Andreas Mühling, Vorsitzender der Caspar-Olevian-Gesellschaft: "Wir erhoffen uns von diesem Portal einen wichtigen Impuls für die Forschung."
Superintendent Dr. Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis nannte das Projekt ein "kongeniales Zusammenspiel" von gegenständlicher und virtueller Ausstellung.
Konzipiert und umgesetzt wurde das Caspar Olevian Portal vom Trier Center for Digital Humanities (TCDH) gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Digital Humanities. Es ist ab sofort unter <%LINK auto="true" href="http://www.caspar-olevian-portal.de" text="www.caspar-olevian-portal.de" class="more"%> erreichbar - und bleibt auch über den 4. Juli hinaus für Forschung und Öffentlichkeit dauerhaft und kostenlos verfügbar.
Die Ausstellung "Caspar Olevian, die Reformation und Trier" ist eine Kooperation von Stadtbibliothek Trier, Universität Trier, Trier Center for Digital Humanities (TCDH) an der Universität Trier, Wissenschaftsallianz Trier, Caspar-Olevian-Gesellschaft sowie Evangelischem Kirchenkreis Trier.
Die Ausstellung im Foyer der Stadtbibliothek ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Der aufwendig gestaltete Katalog zur Ausstellung "Caspar Olevian, die Reformation und Trier - Katalog zur Ausstellung in der Stadtbibliothek Trier zum 500. Reformationsjubiläum 2017 und zur virtuellen Ausstellung im Rahmen des Caspar-Olevian-Portals", herausgegeben vom Evangelischen Kirchenkreis Trier, mit Beiträgen von Gunther Franz, Vera Hildenbrandt und Andreas Mühling, ist über den Buchhandel zu beziehen und kostet 19,90 Euro.