1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Olewiger Kindergarten wird generalsaniert

Olewiger Kindergarten wird generalsaniert

Ausfallende Heizungen, undichte Toiletten, Gestank im Bad: In der Kita St. Anna in Olewig haben Kinder und Mitarbeiterinnen seit Jahren mit erheblichen Mängeln zu kämpfen. Ab Herbst soll das Gebäude nun komplett renoviert werden, auch ein Ausweichquartier für die Kinder steht bereits fest.

Trier-Olewig. Seit Jahren herrschen in der Olewiger Kita "unhaltbare bauliche Zustände", über die sich Eltern seit einigen Jahren beschwert haben. So seien Toiletten aufgrund eines Knicks im Abflussrohr im Winter bereits mehrere Male übergelaufen, es gebe teilweise keine Klobrillen, und die Heizungen funktionierten sehr unzuverlässig (der TV berichtete).
Ab September sollen diese und weitere Mängel in einer Generalsanierung behoben werden, wie das Bistum Trier, das die Kita betreibt, mitteilt. Mit rund 930 000 Euro steuert die Stadt den größten Teil zur Sanierung bei.
Das Bistum beteiligt sich mit etwa 513 000 und das Land mit 24 000 Euro.
Die Sanierungsarbeiten sollen mindestens ein Jahr dauern. Für diese Zeit finden die 72 Kinder und neun Erzieherinnen in der gegenüberliegenden Grundschule Olewig Unterschlupf. Doch auch dort müssen die jeweiligen Räume erst hergerichtet und die sanitären Einrichtungen der Schule vor dem Einzug der Kita grundsaniert werden. Da die Stadt den Schülern den Baulärm und ausfallende Toiletten ersparen will, sollen diese Sanierungsarbeiten erst in den Oster- und Sommerferien stattfinden. Danach kann die Kita in ihr Ausweichquartier ziehen und den Weg frei machen für die Sanierung in ihrem eigenen Gebäude.
Eltern kritisieren unterdessen, die Vorbereitungen zur Sanierung hätten sich unnötig in die Länge gezogen. Seit 2007 bemüht sich die als Bauträgerin zuständige Kirchengemeinde Heilige Edith Stein um eine Sanierung. Bereits Anfang 2011 haben Eltern nach eigenen Angaben den Vorschlag gemacht, die Grundschule als Ausweichquartier zu nutzen, doch das Bistum habe dies abgelehnt, weiter gesucht und sich erst viel später für diese Lösung entschieden. Das Bistum kontert: Zu diesem Zeitpunkt hätten noch die Optionen im Raum gestanden, das Kita-Gebäude nicht zu sanieren, sondern die Kinder dauerhaft in der Grundschule einzuquartieren oder ein neues Kita-Gebäude zu errichten.
Ein weiterer Kritikpunkt der Eltern: Bereits im September 2013 hatte der Stadtrat die Mittel zur Sanierung bewilligt. Warum konnte der Umbau dann nicht bereits ein Jahr früher, also im Herbst 2014, beginnen? Hier verweisen Stadt und Bistum auf die "sehr umfangreichen" Prüfungen des Ausweichquartiers, also der Grundschule, die dem Einzug der Kita vorausgehen mussten.
Trotz massiver Einschränkungen in den Toiletten kann die Kita laut Gesundheitsamt noch bis zur geplanten Auslagerung "in der bisherigen Weise betrieben werden". Und für die Zeit bis zur Sanierung behilft sich die Kita nun mit speziellen Auflagen für die Toiletten, die die fehlenden Klobrillen ersetzen. bel