Open-Air mit Open-End

TRIER. (woc) Tausende junge Leute strömten gestern zum Sommerfest der Fachhochschule Trier. Trotz unbeständigem Wetter läutete die vom Studierendenausschuss Asta organisierte Party den diesjährigen Trierer Open-Air-Feten-Sommer fulminant ein.

"Wie? FH-Sommerfest? Heute? Da muss ich hin, ist immer 'ne geile Fete", schwärmt am Nachmittag einer, der zwar schon lange im Arbeitsleben, aber trotzdem noch auf Schwenker, Flaschenbier, großzügig gemixte Cocktails, Party-Gedränge und laute Musik steht. Anders als der arbeitende Ex-Studi lümmeln die "echten" Studenten schon gegen Mittag auf dem Sportplatz der Hochschule herum. Um 13.30 Uhr pfeifen die Organisatoren Philipp Schultze von Lasaulx und Christian Hoffmann das FH-Fußballturnier an, aus dem vor zehn Jahren die mittlerweile eigentliche Fete am Abend hervorgegangen ist. Bei - noch - sonnigem Frühlingswetter kickt Fachschaft gegen Fachschaft, Clique gegen Clique. 20 Mannschaften sind zu dem längst legendär gewordenen Turnier angetreten. "Wenn wir gewinnen, feiern wir heute Abend. Und wenn nicht, dann auch", erklärt Willi Bierwagen von der Versorgungstechnik-Elf fröhlich. Der typische FH-Sommerfest-Geruch zieht schon während des Fußballturniers über das Gelände: Grillwürstchen und Bier. Die Fachschaft Lebensmitteltechnik hat eine Torwand aufgestellt. Sechs Schuss, ein Euro. Und was es zu gewinnen gibt, haben die Studenten in blauer Farbe gleich zwischen die ausgesägten Ziellöcher gepinselt: "1. Preis: 15 Liter Bier, 2. Preis: 10 Liter Bier, 3. Preis: fünf Liter." Die Stimmung steigt. Dass ab und zu kurze Regenschauer herunter gehen, stört kaum jemanden. Nach dem Sportfest - gegen 20 Uhr - füllt sich das Gelände mehr und mehr. Dem Wetter ist leider immer noch nicht zu trauen. Dabei gibt es in diesem Jahr erstmals eine Open-Air-Bühne am Sportplatz, zusätzlich zu der üblichen Live-Bühne unterhalb der Mensa. Vier Bands spielen dort bis zum frühen Morgen. Kultur zwischen Bier und Rock

Wer auf Nummer sicher gehen und trocken bleiben will, tanzt auf einem der drei Dancefloors im Gebäude: HipHop, Drum&Bass und der Freestyler Nasop heizen ein. Die Mensa ist ausgeräumt und DJ Seffi aus der Szene-Disco Luke legt rockigen Independent auf. Und für den kulturellen Höhepunkt zwischen lauter Musik und Kaltgetränken sorgt Comedian Mathias Seling, Sieger des Trierer Master-Comedy-Slams 2006.