Orden-Orgie mit viel Pfiff

TRIER. Gelungener Auftakt: Die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) hatte zum Ordensempfang in die Aula der Berufsbildenden Schule eingeladen. Gute Laune, flotte Gardetänze und die Verleihung des neuen Trierer Karnevalsordens standen im Mittelpunkt.

"ATK - das steht auch für Alle Trierer Karnevalisten", wie der Präsident der Arbeitsgemeinschaft, Peter Pries, bei der Begrüßung versicherte. Nicht alle, aber ausgesprochen viele Trierer Karnevalisten waren in die Residenz der "Roten Funken" gekommen. Prinzenpaare und andere Delegierte der Karnevalsvereine, Sponsoren, Freunde und Gönner des Karnevals ließen sich vom Präsidenten erst einmal den neuen Trierer Karnevalsorden vorstellen. Den hatten die ATK-Mannen den Gästen zuvor beim Eintritt in die Narrhalla schon um den Hals gehängt. Den Orden zieren, wie könnte es anders sein, eine lachende Porta Nigra, rankende Reben, ein Harlekin, eine Schubkarre, das Symbol der Landesgartenschau und in der Mitte eine Rose. Die stehe natürlich für alle Frauen und besonders für die Trierer Prinzessin, Melanie I. voller Energie, wie Pries charmant erläuterte. Die fünf kleinen Steine, die sich um die drei Buchstaben ATK gruppieren, sind den Sponsoren gewidmet, der Karlsberg-Brauerei, dem Riverside, Radio RPR, Media-Markt und dem Wochenspiegel. Die zwei großen Steine in der Jahreszahl 2004 stehen für die Hoffnung auf gute Presse-Berichte und auf eine gute Session unter dem Motto "Blütenpracht zur Trierer Fasenacht". "Der Orden ist quant", fasste Präsident Pries schließlich zusammen. Bevor er im Programm weiter machen konnte, wurde er von Josef Marsch, Verkaufsleiter der Karlsberg-Brauerei, unterbrochen. "Elfmal wurde der Kaiser-Augustus Orden verliehen und elfmal die richtige Wahl getroffen, und dafür bekommt Peter Pries nun einen Sonderorden", erklärte der zuvor selbst dekorierte Marsch. Als einer der Helfer Pries bei der Verleihung ein Glas Wasser reichte, konterte der närrische Moderator: "Ich stehe hier mit unserem Hauptsponsor und ihr gebt mit Wasser!"Orientalische Atmosphäre beim Döner-Tanz

Nach dem ersten Solo-Mariechentanz, mit dem Nina Schilling von der Stadtgarde Augusta Treverorum die Blicke auf sich zog, stand der "quante Orden" wieder im Mittelpunkt. Diesmal wurden Blumensponsor Anton Mock sowie Gretchen und Jörg Pfeifer, letztere zuständig für das Catering, mit dem rot-golden funkelnden Metall am gelb-roten Bande geehrt. Dem Orden im Allgemeinen und im Besonderen widmete Horst Lachmund, ehemaliger stellvertretender TV -Chefredakteur, seinen launigen Beitrag. Er macht sich so seine Gedanken über den Orden, den er eindeutig als Piercing-Ersatz befürwortete. In Trierer Platt berichtete der Pfalzeler - gekonnt gereimt - von einer Begegnung im Walde mit einem ordenssüchtigen Präsidenten. Für den Beitrag gab es - vom derart auf den Arm genommenen Pries - ein Küsschen aufs blanke Haupt. Dann begeisterte Mariechen Tatjana Heinz von der KG Onner Ons mit ihrem Solotanz, bis weitere Orden auf Verdiente niedergingen: darunter Kostümschneiderin Christel Hontheim-Monz und Gardetrainerin Petra Oly-Schilling; beide erhielten den ATK-Verdienstorden. Den höchsten Kölner Orden hängte Franz Wolf, Präsident des Bundes Deutscher Karneval, dem ATK-Präsident um den Hals. Bevor alle Prinzenpaare die Bühne betraten, zeigte das Kadettenkorps der Stadtgarde sein "Best off", und die KG-Rote Funken brachten mit ihrem Döner-Tanz orientalische Atmosphäre auf die Bühne. Die füllte sich nun mit dem Trierer Prinzenpaar, Patrick I. von Quant und Melanie I. voller Energie, und weiteren Tollitäten. Beste Werbung für den Karneval in Oberemmel macht sein närrischer Regent, Werner I. - Magier von der Bank des Volkes, der das Zwerchfell der Gäste zum Zucken brachte. Für die musikalische Unterhaltung sorgten Hanna, Sabine und Christiane von der jungen Band "Instead", die vor kurzem den VRT-Wettbewerb gewonnen hatte.