Ordentlich Orden und ein Gummiadler

Ordentlich Orden und ein Gummiadler

Erst 1990 als Verein eingetragen veranstaltete die Eurener Koobengarde 111 in dieser Session ihren 13. Ordensball. Kein schlechtes Omen, sondern für befreundete Gesellschaften und Jecken ein Grund mehr, im Bürgerhaus einen der begehrten Orden zu erhaschen.

Trier-Euren. (cofi) "Grüezi", begrüßte Kommandant Rudi Geib die Narren zünftig und gab das Mikrofon an seinen Filius, Gardegrenadierführer Ralf Geib, weiter, der das Regiment auf der Bühne übernahm. Obwohl das Bühnenbild unverkennbar das Motto "Schweizer Nacht" ankündigte, ging es wenig volkstümlich und alpenländisch im Bürgerhaus zu. Nur die sprichwörtliche Langsamkeit, die dem Bergvolk unterstellt wird, hatte die Koobengarde wohl verinnerlicht, denn beim Blick auf die Uhr wurde schnell klar - dem aufgestellten Zeitplan hinkten die Eurener Gardisten schon vor dem ersten Programmpunkt hinterher.Den bestritten Sebastian und Denise Gouin mit ihrem ausgefeilten Gardetanz, bevor Andrea und Roland Suder den Verdienstorden der Koobengarde und die Auszeichnung für ihr Engagement hinter den Kulissen von der Interessengemeinschaft Karneval Römische Weinstraße Schweich erhielten. Einen Auszug aus ihrem Showprogramm "Tabaluga" präsentierte die Mittlere Garde des KC Grün-Weiß Euren, die Pfalzeler Show-Tanz-Crew durchtanzte Musical-, Rock- und Pop-Geschichte von den 70er Jahren bis heute, das Rote-Funken-Tanzmariechen Jennifer Trampert zeigte ihr Können, und die Waldracher Gardemädchen heizten mit Samba-Rhythmen ein. Auch die Zewener hatten eine Abordnung ins benachbarte Euren entsandt. Bevor auch die Koobengarde statt zu marschieren die Hüften schwang, stand eine weitere besondere Ehrung an. Den diesjährigen Gummiadler-Orden in Form eines schwarzen, beweglichen Holzraben, zieht man am Schnürchen, erhielt nach etlichen Politikern wieder ein Karnevalist: Walter Schmitz, Präsident der Interessengemeinschaft Karneval Römische Weinstraße.