Ortsbeirat Filsch wünscht mehr Bauparzellen

Ortsbeirat Filsch wünscht mehr Bauparzellen

Der Ortsbeirat Trier-Filsch will den Flächennutzungsplan Trier 2025 keineswegs nur durchwinken. Das Gremium hat bei seiner Sitzung eigene Vorschläge zu dem städtischen Planwerk formuliert.

Trier-Filsch. Flächennutzungsplan Trier 2025 ja, aber bitte mit eigenen Vorstellungen und Anmerkungen, so lässt sich die Ratsversammlung in Trier-Filsch in der Kulturscheune unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Karl-Josef Gilles (FDP) zusammenfassen. Bis auf wenige ergänzende Hinweise wurden keine Bedenken gegen die öffentliche Auslegung als weiteren Verfahrensschritt auf dem Weg zu dem neuen Flächennutzungsplan erhoben. Bereits vor Jahren war der Wunsch geäußert worden, die Fläche in der A-Straße gegenüber dem Filscher Bolzplatz für eine Wohnbebauung vorzusehen, ein Vorschlag, den die Verwaltung aber abgelehnt hatte.
Nun sah der Rat die Chance, mit dem Entwurf die Angelegenheit wieder in Erinnerung zu rufen. Ein "Riesenbaugebiet" werde ohnehin hier nicht entstehen können, sagte Joachim Gilles (FDP). Im höchsten Falle gehe es um eine Häuserzeile mit sieben bis acht Bauparzellen.
Ähnliche Diskussionen ergaben sich für die Verlängerung von Main- und Lahnstraße. Man wisse nicht, was in zehn oder mehr Jahren passiere. Und da sei es durchaus sinnvoll, wenn ein paar Bauflächen mehr in Alt-Filsch vorhanden seien, hieß es im Rat. Eine Ausweisung des Areals für "Ökologische Landwirtschaft" wurde daher einstimmig abgelehnt. Die Forderung, den Bereich als Baufläche auszuweisen, wurde dagegen nochmals unterstrichen. Dass in Filsch jemals wieder Wein angebaut werden wird, hält der Ortsbeirat für unwahrscheinlich. Dennoch sollten die bislang als Weinbaufläche ausgewiesenen Bereiche beibehalten werden.
Konkrete Forderungen hatte der Rat auch zu der Friedhofsfläche zwischen Filsch und Tarforst, die mit Erweiterungsmöglichkeiten so bestehen bleiben sollte, erst recht, wenn der Höhenfriedhof aufgegeben wird. Positiv bewertet wurde der Planbereich Filscher Häuschen als Gewerbenutzung mit Schwerpunkt Gastronomie. Beim genauen Lesen des Plans war aufgefallen, dass die Spielplätze in Neu-Filsch in den Baugebieten BU 13 und 14 als solche wohl nicht ausgewiesen sind. Zwar wurde der Verwaltung mit dem Weglassen dieses Punktes keine Absicht unterstellt. Dennoch sollten diese Flächen so ausgewiesen werden, befand die Ratsversammlung.
Nicht unerwähnt bei der Sitzung blieben die Filscher Dauerthemen unter Punkt Verschiedenes beziehungsweise Mitteilungen des Ortsvorstehers. In der Einladung durch die Verwaltung war "Mitteilungen der Ortsvorsteherin" formuliert worden, was für manch anderen Trierer Stadtteil zwar zutrifft, nicht aber Filsch.
Mit dem Baubeginn der neuen Kita rechnet der Rat noch in diesem Jahr fest. Seine Hoffnung schöpft der Rat aus dem aktuellen Haushaltsplan mit Mitteleinsatz in diesem Jahr. Die Verbesserung der Verkehrssituation an der Kreuzung Landesstraße 143 entweder mit Kreisel oder Ampelanlage, war ein weiteres Thema an diesem Abend. LH