Ortsbeirat Trier-Nord diskutiert über den Entwurf für den Flächennutzungsplan - Standort für Markt gesucht

Trier-Nord · Im überarbeiteten Entwurf für den Flächennutzungsplan 2030, den die Stadtverwaltung im Ortsbeirat Trier-Nord vorgestellt hat, ist die gesamte Fläche des Moselstadions wie bisher als Sportstätte vorgesehen. Für das In der Reichsabtei gelegenen Edeka-Markt-Gelände gibt es neue Pläne.

Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"

Heike Defourny vom Stadtplanungsamt Trier hat den Mitgliedern des Ortsbeirates Trier-Nord die Neuerungen im Entwurf für den Flächennutzungsplan erläutert. In einigen Stadtteilen hatte es Einwände gegen den ersten Entwurf des Konzeptes gegeben (der TV berichtete mehrfach).

"Es ist wichtig, dass beim Moselstadion keine weitere Bodenversiegelung stattfindet", erinnerte Käthe Piro (SPD) an eines der Argumente des Ortsbeirates gegen die ursprünglich vorgesehene mögliche Wohnbebauung. Die Umwidmung dieses Teilgebietes ist nun nicht mehr vorgesehen. "Das Gelände bleibt vollumfänglich als Sportstätte erhalten", erläuterte Heike Defourny.

Bisher befindet sich schräg gegenüber der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin ein Edeka-Einkaufsmarkt. Dass das Gelände wenig Spielraum für Erweiterungen bietet, ist einer der Gründe, warum Stadt und Marktbetreiber über einen Umzug nachdenken. Daher soll die wenige Hundert Meter entfernte, an der Ecke Schönbornstraße/Güterstraße gelegene Gewerbefläche erweitert werden.

Der Edeka-Markt könnte dann neben der Gleisunterführung neu entstehen und eventuell um zusätzliche Geschäftsansiedlungen ergänzt werden. "Ein detailliertes Erschließungskonzept gibt es hier noch nicht, aber das wäre auch nicht Teil des Flächennutzungsplans", berichtete die Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes. Formal würde diese Fläche dann zu Kürenz gehören - aus Sicht der Planer könnte somit eine Unterversorgung mit Lebensmittelmärkten in diesem Stadtteil ausgeglichen werden.

Der Moselbahndurchbruch - diese Neuregelung für den Autobahnanschluss ist bereits seit Jahren Thema in Trier-Nord - taucht im Plan 2030 ebenfalls wieder auf. Die Trasse ist laut Defourny gesichert, wann und ob es allerdings zu entsprechenden Umbauten der Strecke komme, sei politisch noch nicht entschieden. Der Landesbetrieb Mobilität sehe sich für dieses Bauvorhaben nicht zuständig und habe eine entsprechende Anfrage an die Stadt zurückverwiesen. Die müsste den Ausbau also aus eigenen Mitteln finanzieren. Der überarbeitete Entwurf für den Flächennutzungsplan wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres öffentlich ausgelegt. Jeder Bürger kann dann Anmerkungen machen.
Im Neubaugebiet Castel Feuvrier am Zurlaubener Ufer ist eine Ringstraße mit zahlreichen Abzweigungen vorgesehen. Der Ortsbeirat ist nun mehrheitlich dem Vorschlag der CDU gefolgt, diese nach dem Trierer Urgestein Leise Kläs zu benennen. Der 1916 geborene Nikolaus Leis, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, war lange Jahre Vorsitzender des Männergesangvereins Zurlauben sowie Mitglied und Ehrenratsherr der Karnevalsgesellschaft "M'r wieweln noch en Zalawen". In ganz Trier war er für seine humorvollen Vorträge in Mundart bekannt. In Zurlauben hatte er unter anderem das heutige Moselfest begründet. tenExtra

Der Umbau der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule ist nahezu abgeschlossen. Mitte Dezember können dort nach dem Willen der Stadt bis zu 140 Flüchtlinge einziehen. Zur sanitären Versorgung wurden entsprechende Container angemietet. ten