Ortstermin mit Insidern

SIRZENICH. (hme) Für die Jugendlichen in Sirzenich will die Gemeinde noch dieses Jahr eine Skaterbahn bauen. Von Anfang an werden die Kinder dabei in die Entscheidungen einbezogen.

Schon planiert und befestigt ist das 14 mal 22 Meter große Areal am Ortsrand von Trierweiler, auf dem noch dieses Jahr eine Skaterbahn entstehen soll. "Bis jetzt hat uns das gar nichts gekostet", berichtet Ortsbürgermeister Matthias Daleiden (FBL). Die Baufirma, die die Straße daneben anlegte, hat den Platz kostenlos hergerichtet. Noch im September soll der Platz eine Schwarzdecke bekommen. Dann kann es losgehen mit der Skaterbahn. Die Jugendlichen, die ab Herbst auf der Bahn fahren, will die Gemeinde schon frühzeitig an den Entscheidungen beteiligen. Deswegen hat Daleiden die Kinder zum Ortstermin eingeladen. "Die Jugendlichen sollen sich von Anfang an mit der Anlage identifizieren", sagt Daleiden. Sie sollten aber nicht nur das Gefühl haben, beteiligt zu sein, sondern es sei auch sinnvoll, sie in die Auswahl der Geräte und den Aufbau zu integrieren, betont Daleiden.Im Bus zur Erkundung

Zehn Interessenten waren dabei, als der Ortsbürgermeister vor Ort das Projekt vorstellte. David Nellinger, 13 Jahre alt und begeisterter Skater, findet die Idee klasse. Er hat gleich aus dem Internet Informationsmaterial mitgebracht. Daleiden berichtet den Jugendlichen von vergleichbaren Anlagen in Hermeskeil und Keil und bietet ihnen an, diese Anlagen gemeinsam zu besuchen. Eine Idee, die gut ankommt. In wenigen Tagen soll es per Bus zur Erkundung losgehen. Insgesamt 20 000 Euro lässt sich die Gemeinde die Anlage kosten. Davon sind 5000 Euro für die Schwarzdecke veranschlagt, der Rest wird in die Geräte fließen. "Wenn die Bahn richtig gut ankommt, kann man sich auch vorstellen, sie später auszubauen", sagt Daleiden. Dass das Angebot angenommen wird, daran haben Benedikt Daus und Daniel Lichter keinen Zweifel. Die engagierten BMX-Radler werden die Bahn mit ihren Rädern ebenfalls kräftig nutzen. Doch auch bisher noch nicht fahrende Kinder könnte es auf die Bahn ziehen, wenn sie erst sehen, wie das läuft, meint Daleiden. Unterschriftenliste im Briefkasten

Die Nachwuchssportler nutzten die Gelegenheit, um nach der Ausstattung zu fragen. Wie es mit Sitzgelegenheiten aussieht, will einer wissen. "Wir lassen das Gelände mit dicken Baumstämmen einfassen, da kann man gut drauf sitzen", erklärt Daleiden. Ob es auch einen Unterstand gibt, wenn es mal regnet, fragt einer. Man einigt sich darauf, dass die Jugendlichen sich so etwas ja auch selber gut bauen könnten. Dass die Anlage ein wenig außerhalb der Gemeinde liegt, finden alle Beteiligten gut. So können sich keine Bürger gestört fühlen, und die Kinder können sich austoben. Entstanden ist die Idee aus einem Brief an den Ortsbürgermeister. "Vor langer Zeit hatte ich eine Unterschriftenliste mit 30 Namen von Jugendlichen im Briefkasten, die alle um eine Skaterbahn baten. Da war die Idee schon geboren", erzählt Daleiden. Wenn die Bahn dieses Jahr noch eingeweiht wird, was der Ortsbürgermeister den Jugendlichen fest zugesagt hat, will er selbst seine Inliner anziehen, auch wenn er schon länger nicht mehr darauf gestanden hat. "Da werde ich aber vorher noch mal üben müssen, damit ich mich nicht blamiere" , sagt er. Benedikt Daus und Daniel Lichter nehmen noch Anmeldungen von Jugendlichen an, die bei der Besichtigung der Skaterbahnen in Hermeskeil und Keil dabei sein wollen. Erreichbar sind die beiden telefonisch unter den Nummern 0176/22113836 und 0651/87295.