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Osburg beteiligt sich am Programm KlikK aktiv

Energiespar-Projekt : Klimaschutz zahlt sich für Osburg aus

Die Gemeinde beteiligt sich am Programm KlikK aktiv zum Energieeinsparen. Was steckt dahinter?

Die Ortsgemeinde Osburg beteiligt sich seit Frühjahr 2020 offiziell am Projekt „Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten (KlikK aktiv)“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Seitdem hat die Kommune ihre Aktivitäten für den Klimaschutz noch gesteigert. Ortsbürgermeisterin Silvia Klemens und der ehrenamtliche Klimaschutzpate Heiko Hohmann ziehen eine erste Bilanz und schildern ihre Erfahrungen mit zum Teil nicht leicht verständlichen Förderprogrammen.

Um der neuen Gesetzeslage (Sieben-Stunden-Ganztagsbetreuung) und weiterem Zuzug (Neubaugebiet) gerecht zu werden, muss die Kita des Orts erweitert werden. Es stellt sich die Frage, ob die Realisierung als An- oder Neubau oder als Teilauslagerung erfolgen soll.

Gemäß der Entscheidung des Gemeinderates wurde Ende des vergangenen Jahres ein energetisches Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Es wurde eine Förderung aus dem BAFA-Programm „Energieberatung für kommunale Nichtwohngebäude“ beantragt, mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. „Auf der Grundlage der Pläne wurde von einem Ingenieurbüro eine Förderung von 9425 Euro errechnet. Somit würden effektive Kosten für die Ortsgemeinde in Höhe von 2326 Euro anfallen.  Die Förderzusage liegt zwischenzeitlich vor“, sagt der ehrenamtliche Klimaschutzpate der Gemeinde Heiko Hohmann.

Im Kindergartenflur des Anbaus sind drei Wandlampen mit Notlichtfunktion defekt, zudem fängt eine vierte Lampe nun an zu brummen und zu flackern. Ortsbürgermeisterin Silvia Klemens: „Die Reparaturkosten für die Teile und den Austausch sind für diese drei Lampen mit Notlicht mit bisheriger Lebensdauer von rund elf Jahren im Gegensatz zu einer Neubeschaffung und gleichzeitigem Austausch mit LED-Leuchten unwirtschaftlich. Daher favorisierte ich, die gesamt acht Lampen (3 mal Notlicht, 5 mal Standard) gegen gleichwertige LED-Leuchten auszutauschen.“ Eine Anfrage bei Westenergie hat ergeben, dass diese die Maßnahme zum Einsatz von  LED-Leuchten im Rahmen des kommunalen Energiekonzeptes (KEK) mit dem Förderprogramm Klimaschutz, Energieeffizienz und Infrastruktur mit rund 70 Prozent beim Kindergarten Osburg unterstützt.

Der Bauhof der Gemeinde Osburg befindet sich in der ehemaligen Turnhalle der Grundschule. In gleichem Gebäude ist auch der Jugendraum in einem separaten Teil untergebracht. Bei der vor kurzem abgeschlossenen Sanierung der Heizanlage im Bauhof wurden unter anderem einige Heizungspumpen gegen hocheffiziente Pumpen ausgetauscht. Die bei dieser Maßnahme erzielte Förderquote beträgt 30 Prozent (BAFA Heizungsoptimierungsprogramm).

Die beiden engagierten Kommunalpolitiker und Klimaschützer bedauern das Ergebnis zum Thema Neubaugebiet in Osburg. Geprüft wurde für ein geplantes Neubaugebiet mit rund 60 Bauplätzen eine ökologische Alternative im Sinne des Klimaschutzes zu der üblichen zentralen Einzelwärmeversorgung. Als einzige ökologisch sinnvolle Alternative zur zentralen individuellen Wärmeversorgung wurde ein kaltes Nahwärmenetz (Geothermie) als Lösung gefunden. Am Ende lehnte der Gemeinderat Osburg eine dezentrale Wärmeversorgung grundsätzlich ab.

(red)