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Paartänzer planen Auftritt vor der Porta Nigra

Paartänzer planen Auftritt vor der Porta Nigra

Freunde des amerikanischen Tanzstils West Coast Swing wollen Menschen aus Trier und Umgebung für ihr Hobby begeistern. Deshalb tanzen sie am Samstag, 5. September, ab 11 Uhr auf mehreren Plätzen in der Innenstadt - zeitgleich mit anderen Gruppen in vielen Städten.

Trier. Der aus Kalifornien stammende Paartanz West Coast Swing hat sich bereits in den französischen und britischen Metropolen etabliert. Vor drei Jahren schwappte die Tanzwelle dann nach Deutschland über. In Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Freiburg ist West Coast Swing bereits fester Bestandteil des Programms vieler Tanzschulen.
Getanzt wird auf einem schmalen und länglichen Bereich, eine Tanzrichtung gibt es dabei nicht. Innerhalb dieser Linie wechseln sich weiche und fließende Bewegungen sowie Drehfiguren ab - daher gilt der West Coast Swing als ein eleganter Tanz. Improvisation spielt dabei eine große Rolle. Genau diese Freiheit schätzen die Freunde des Tanzstils: "Es gibt zwar Grundfiguren, und die Tänzer sollten versuchen, im Rhythmus zu bleiben. Aber das jeweilige Paar bestimmt selbst, wie es tanzt", erklärt Thomas Gehrig.
Zusammen mit seiner Frau und weiteren Helfern organisiert er für Samstag, 5. September, mehrere Flashmobs. Solche gemeinsamen Aktionen von Menschenmengen im öffentlichen Raum werden zwar normalerweise nicht angekündigt, weil sie Passanten überraschen sollen. Aber darauf kommt es den Organisatoren im aktuellen Fall nicht an.
Um 11 Uhr tanzen sie vor der Porta Nigra. Zeitgleich tun dies andere Tanzgruppen: 2014 machten mehr als 3000 Tänzer in 78 Städten und 23 Ländern mit. Nach der Einlage vor der Porta Nigra ziehen die Tänzer zum Pranger in der Grabenstraße weiter. Der Abschluss soll am Kornmarkt sein. Dabei wird im Stil des West Coast Swing eine Choreographie getanzt. Es soll um den Spaß am Tanzen und den sozialen Kontakt gehen, nicht um den Flashmob an sich. Dieser sei lediglich "ein Mittel zum Zweck", betont Gehrig.
Aber nicht nur als Hobby betreibt Gehrig den Paartanz, sondern auch in seinem Beruf: Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge leitet er derzeit einen Tanzkurs im Brüderkrankenhaus, um die Rückenmuskulatur von Patienten zu stärken und die Haltung zu verbessern. Die Schule "Tanzwerk" von Susan Menges bietet Workshops und Tanzkurse für den West Coast Swing an. Anfang Oktober beginnen dort Anfängerkurse. Geplant sind dazu noch regelmäßige Veranstaltungen in der Tufa. sbb
Weitere Infos auf Facebook unter West Coast Swing Trier, per E-Mail wcs.trier@web.de