Schöner Park, schlechter Ruf Drogendealer immer dreister: Polizei will Messerverbot im Palastgarten

Trier · Nahezu täglich ist die Polizei im Trierer Palastgarten im Einsatz. Doch offenbar lässt sich die Drogenszene kaum zurückdrängen. Was Bürger berichten und welche Maßnahmen die Situation verbessern könnten.

Eine großangelegte Polizeikontrolle im Palastgarten Anfang des Jahres.

Eine großangelegte Polizeikontrolle im Palastgarten Anfang des Jahres.

Foto: Andreas Sommer

Wenn das Baby nicht einschlafen konnte, band Karla (Name geändert) sich ihre kleine Tochter mit dem Tragetuch vor den Bauch und spazierte mit ihr durch den Palastgarten. „Gerade auch am späten Abend, das war kein Problem, ich habe mich nie unwohl gefühlt“, berichtet die Mutter. Doch das war vor zwei Jahren. „Heute würde ich gar nicht mehr daran denken, mit meinem zweiten Baby nachts alleine im Palastgarten unterwegs zu sein“, sagt die Anwohnerin der Parkanlage zwischen Basilika und Kaiserthermen. „In erster Linie finde ich es schade, dass der schöne Park so einen schlechten Ruf bekommen hat und von der Stadtgesellschaft nicht mehr so genutzt werden kann wie früher.“