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Panne an der Römerbrücke legt Verkehr in Trier lahm.

Verkehr : So kam der Sieben-Kilometer-Stau in Trier zustande

Am Dienstagmorgen haben gleich mehrere Ereignisse für Ärger bei den Autofahrern gesorgt.

Wer am frühen Dienstagmorgen in Trier unterwegs war, musste viel Geduld mitbringen. Besonders lange warten mussten die Autofahrer, die auf der B 51 zwischen Konz und Trier unterwegs waren. Dort kam es zu einem sieben Kilometer langen Stau. Das Stauende befand sich zeitweise am neuen Kreisel zwischen Wasserliesch und Konz. Grund war ein defekter Sattelschlepper, der gegen 7 Uhr an der Ampelkreuzung am Trierer St.-Barbara-Ufer/Südallee liegen geblieben war.

Der Stau zog weitere Verkehrsstörungen nach sich. Autofahrer mussten Zeitverzögerungen von zum Teil mehr als einer Stunde in Kauf nehmen, wollten sie eine der betroffenen Strecken benutzen. Auch in der Kaiserstraße bildete sich ein Stau – und zwar wegen Baumfällarbeiten.

Als Ursache für die Panne auf Höhe der Römerbrücke nannte der Fahrer  einen technischen Defekt. Der Motor des LKW sei an der Ampel ausgegangen und habe sich nicht wieder starten lassen. Später habe er festgestellt, dass die Batterie defekt sei – die Gründe hierfür waren ihm nicht bekannt. Ob der Ausfall der Batterie auf die Witterung oder auf mangelhafte Wartung zurückzuführen war, blieb ungeklärt.

Der rechte Fahrstreifen in Richtung Trier war daraufhin an dieser Stelle blockiert. Mitten im Berufsverkehr hat eine solche Verkehrsstörung an einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt gravierende Folgen.

Es staute sich nicht nur am Ufer – auch auf den Zufahrten und Ausweichstrecken stand der Verkehr teilweise still. Auf der Pellinger Straße/B 268 kam der Verkehr ab der Abfahrt Niedermennig zum Stehen. Auch in der Saarstraße, der Aulstraße und auf der Weismark in Trier gab es zeitweise kein Durchkommen.

Polizeisprecher Uwe Konz erklärte,  es habe einen „Domino-Effekt, der sich durch die Stadt zog“ gegeben. Zusätzlich sei uch der Schneefall in der Stadt problematisch gewesen. Die Verkehrsstörungen dauerten mehrere Stunden an. Vier Stunden nach der Panne, gegen 11 Uhr, entfernte ein Spezialschlepper den LKW von der Kreuzung. Die Polizei sicherte in dieser Zeit die Straße, bis sich der Verkehr beruhigt hatte. Die Auflösung des Staus am Ufer hatte auch eine Verbesserung in der Stadt zur Folge.

Mehrere Ursachen hatte der Stau in der Kaiserstraße. Grund hierfür waren neben dem Vorfall an der Römerbrücke auch Baumfällarbeiten. Nach Angaben der Stadt Trier waren diese geplant und standen in keinem Zusammenhang mit dem Schneefall. Die Arbeiten dauerten von 8.30 bis 10.30 Uhr – man habe versucht, bei der Fällung Behinderungen des Berufsverkehrs zu vermeiden, betonte Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier.

Bei den gefällten Bäumen handelte es sich um zwei 70-jährige Kastanien, die aufgrund von Stockfäule einen gefährdeten Zustand erreicht hatten. Aus Gründen der Verkehrssicherheit war ein Erhalt nicht möglich. Auch konnte der Baum nicht als Ganzes gefällt werden, sondern musste von oben herab abgesägt werden. Laut Naturschutzgesetz ist dies nur von Anfang Oktober bis Ende Februar erlaubt. In diesem Jahr plant die Stadt mehrere Hundert dieser Fällungen.

Viele Trierer machten ihrem Unmut in den sozialen Netzwerken Luft. Für manche waren hierfür nicht nur die LKW-Panne und die Baumfällarbeiten verantwortlich. Ein Nutzer schrieb etwa: „Bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h muss es doch möglich sein, im Reißverschlussverfahren ohne große Verzögerung die Engstelle zu passieren.“

Panne an der Römerbrücke legt Verkehr in Trier lahm.
Foto: TV/Eltges, Stefanie
Panne an der Römerbrücke legt Verkehr in Trier lahm.
Foto: Medienhaus Trierischer Volksfreund/Christiane Wolff
 So sieht es jetzt in der Trierer Kaiserstraße aus: Die kranke 70 Jahre alte  Kastanie ist gefällt.
So sieht es jetzt in der Trierer Kaiserstraße aus: Die kranke 70 Jahre alte  Kastanie ist gefällt. Foto: Friedemann Vetter

Ein anderer macht auch die Verkehrsplanung in Trier mitverantwortlich: „Die geniale Trierer Ampelschaltung trägt den restlichen Teil dazu bei, wenn irgendwo eine Spur außer Plan dicht ist.“. Ein weiterer Nutzer sah hier ein grundsätzliches Problem: „Liegt es nicht auch daran, dass es zu viele Autos im engen Trierer Tal gibt? Wenn von vier Seiten alle schnell über die Kreuzungen wollen, kann man es auch mit der besten Ampelschaltung niemandem recht machen.“ Auch die Tatsache, dass der Sattelschlepper erst vier Stunden nach dem defekt geborgen wurde, löste Unverständnis aus.