Parolen als Mahnung

Gleich vorneweg gesagt, ich war es nicht und weiß auch nicht, wer es gemacht hat. Ein "Gestörter", so der fassungslose und schockierte Direktkandidat der FDP Herr Pitsch, hat in einer ausgedehnten Nachtschicht die Plakate der Parteien mit seinen Parolen überklebt und die vertraute Plakatlandschaft in Triers Innenstadt verändert.

Mich haut dies nicht "vom Sockel" und ein "gestörtes Verhältnis zur Demokratie", wie Herr Schtschepik von der Linkspartei-PDS meint, kann ich hier auch nicht feststellen. Ob diese Aufregung der Trierer Spitzenpolitiker beim Wahlvolk ankommt und diese wirklich interessiert, mag ich bezweifeln. Die massenhaft aufgestellten Wahlplakate mit den überdimensionalen Konterfeis von Gerd S., Angela M., Rainer B. und Guido W. an allen Ausfallstraßen, Kreuzungen und Brücken im Stadtgebiet sollten doch der eigentliche Aufreger sein. Dort, wo Platz im öffentlichen Grün ist, verschandeln diese nichtssagenden Holzgestelle, gespickt mit banalen Nullaussagen, die Landschaft. Deshalb halte ich es für eine gute Idee von Herrn Schtschepik die "Parolen als Mahnung auf den Plakaten zu belassen". Jörg Gerth, Trier