Patrick Philipps erhält zum vierten Mal Bundesehrenpreis

Patrick Philipps erhält zum vierten Mal Bundesehrenpreis

Erst Bürokaufmann, dann Winzer: Der bisherige Berufsweg von Patrick Philipps ist eher unüblich verlaufen. Doch die Erfolge des Weinmachers sprechen für sich. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft zeichnete ihn gestern zum wiederholten Mal aus.

Graach. (cb) Viele Moselwinzer haben die Weinlese bereits beendet, doch nicht wenige stecken auch noch mittendrin. Zu den Letztgenannten gehört auch Patrick Philipps (Weingut Philipps-Eckstein).

Am Dienstag musste der Winzer aus Graach, Ortsteil Schäferei, seine Arbeit unterbrechen. Er hat es gerne getan, denn in Heilbronn wartete eine besondere Ehrung auf den 38-Jährigen.

Zum vierten Mal in Folge verlieh ihm die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) einen Bundesehrenpreis.

Die DLG zeichnet mit dem jährlich vergebenen Preis den jeweils besten Betrieb der 13 deutschen Anbauregionen aus. 430 Winzer hatten 4800 Weine und Sekte zur Prämierung auf Bundesebene angestellt. Die Produkte der Rebe hatten vorher bereits den regionalen Wettbewerb durchlaufen.

"Ich bin verliebt in den Wein", betont Patrick Philipps immer wieder. "Ein Leben für den Riesling", heißt es deshalb auch im Image-Prospekt des Graacher Weingutes.

Dabei ist sein bisheriger Berufsweg eher unüblich verlaufen. Philipps ist gelernter Bürokaufmann ("Ich wollte erst etwas Richtiges lernen"). 1998 übernahm er dann den elterlichen Betrieb. Sein Rüstzeug holte er sich bei Vater Hans, eine spezielle Winzerausbildung hat er nicht absolviert.

Die Erfolge stellten sich schnell ein. 2001 gab es den ersten Staatsehrenpreis. Viele weitere Auszeichnungen folgten.

Patrick Philipps bewirtschaftet derzeit eine 3,8 Hektar große Rebfläche. Dabei dominiert mit 93 Prozent der Riesling. Der Rest verteilt sich auf Spät- und Weißburgunder. Produziert werden jährlich etwa 50 000 Flaschen, die hauptsächlich an Privatkunden im Inland gehen.

"Der Preis bedeutet mir sehr viel", sagt Philipps. "Die Auszeichnung zeigt, dass die Art und Weise des Wein-Ausbaus richtig ist."

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