Pause für Brummis

TRIER/LUXEMBURG. (hme) Wie jedes Jahr, wenn die französische Nation ihren Feiertag begeht, ist viel los auf Frankreichs Straßen. Um das Chaos in Grenzen zu halten, hatten die Behörden an diesem Tag ein Fahrverbot für Lastkraftwagen verhängt, mit Auswirkungen bis nach Deutschland.

An den Grenzen verursachte die Sperrung lange Staus von Lastwagen, deren Fahrer auf die abendliche Einreise warteten. In Luxemburg waren in den vergangenen Jahren die Folgen so gravierend, dass auf den Autobahnen teilweise nichts mehr ging. Um diesen Verhältnissen Herr zu werden, schloss Luxemburg am 14. Juli seine Grenzen für den LKW-Transitverkehr nach Frankreich. Kontrolliert wurde dieses Verbot vor der Sauertalbrücke auf der Autobahn zwischen Trier und Luxemburg. Polizeibeamte der Autobahnpolizei Schweich und Polizisten aus Luxemburg nahmen sich jeden Lastwagen vor. Wer als Fahrziel Frankreich in seinen Ladepapieren stehen hatte, musste die Autobahn durch eine Behelfsausfahrt verlassen und fand sich auf der anderen Seite in Gegenrichtung wieder. "Die meisten LKW-Fahrer sind einsichtig", berichtete Polizeihauptmeister Elmar Lehnen. Doch es gab auch Ausnahmen. Ein weißrussischer Trucker wurde laut. Doch auch er wurde von der Autobahn geschickt. Ein Koblenzer LKW-Fahrer hielt sich für besonders schlau, versucht es ein zweites Mal. Dieses Mal behauptete er, nur in Luxemburg tanken zu wollen. Lehnen und seine Kollegen erkannten ihn wieder, schickten ihn zum zweiten Mal zurück. Wie viele der Trucker tatsächlich danach einen Rastplatz aufsuchten, wissen die Beamten nicht. Manche versuchten es über die Landstraße. Wurden Sie dabei erwischt, kam es sie teuer zu stehen. Im Transitverkehr nach Frankreich dürfen die Lastwagen die Autobahn nicht verlassen.Uneinsichtige LKW-Fahrer

Seit einer Woche standen auf der Strecke Schilder, die auf das LKW-Verbot hinwiesen, in den Medien wurde mehrfach berichtet. Dennoch versuchten zahlreiche LKW-Fahrer es immer wieder, das Verbot zu umgehen. "Die Situation hat sich schon gebessert", bilanzierte der Chef der Autobahnpolizei Paul Kieffer. "In den vergangenen Jahren war es teilweise noch schlimmer." Insgesamt dreimal im Jahr finden solche gemeinsamen grenzüberschreitenden Kontrollen statt. Außer am Nationalfeiertag wird am 8. Mai, dem Kriegsende von 1945, und am 11. November, dem Tag des Waffenstillstandes von 1918, der Transitverkehr nach Frankreich an der Grenze gestoppt.