Kolumne Viezjupp: Pelzmantel statt Friesennerz

Kolumne Viezjupp : Pelzmantel statt Friesennerz

Los Schatz, es ist Black Friday!“, flötete meine Ehefrau mir am Freitagmorgen ins Ohr. Sofort saß ich senkrecht im Bett! Black Friday – wie der große Börsencrash anno 1929 in Amerika!

? Gott steh uns bei – nix wie auf zur Sparkasse, das Viez-Juppsche Barvermögen abholen und unter der Matratze sichern! In Nullkommanix saß ich im Auto, die Bärbel neben mir. Gutgelaunt. Gutgelaunt? „Neue Schuhe, neuer Mantel, neue Mikrowelle für mich, und für dich ein Paar Socken“, fabulierte sie fröhlich. Da dämmerte es mir: Der moderne Black Friday ist zwar auch aus den USA zu uns rübergeschwappt, hat aber mit einem Börsencrash so wenig zu tun wie ein Friesennerz mit einem Pelzmantel. In den USA ist der Black Friday der Tag nach dem großen Familienfest Thanksgiving, das immer am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Den darauf folgenden Freitag nehmen viele als Brücken- und damit – so ist das heute – Einkaufstag. Die Händler locken mit vermeintlichen oder echten Rabatten. Seit ein paar Jahren auch in Deutschland. Den Trierern gefällt’s. In der City herrschte gestern jedenfalls Parkchaos, um die Mittagszeit waren alle Parkhäuser komplett voll. Nach einer Stunde rumkurven gaben meine Bärbel und ich auf und fuhren wieder heim. Ein toller Erfolg! So viel Geld hätten wir schließlich auch bei den besten Angeboten nicht sparen können!

Prost!

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