Pendlerstrecke bald wieder dicht - B 49 bei Igel wird ab 3. August saniert

Pendlerstrecke bald wieder dicht - B 49 bei Igel wird ab 3. August saniert

Im Ferienmonat August soll die Bundesstraße 49 zwischen Igel und Wasserbilligerbrück saniert werden. Das teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit. Die Straße wird fünf Wochen voll gesperrt, der Verkehr wird über die B.51 und das Sauertal umgeleitet.

Erst vor einem Jahr, als die B 49 wegen des Baus einer neuen Straßenbrücke über die Eisenbahn bei Igel sechs Wochen komplett gesperrt war, wurde die Geduld der Autofahrer arg strapaziert (der TV berichtete). Nun steht erneut eine lange Sperrung bevor. Wie der LBM mitteilt, wird die vielbefahrene Pendlerstrecke zwischen Trier und Luxemburg, die auch gerne von Tanktouristen frequentiert wird, vom 3. August bis 4. September saniert. Wegen Fahrbahnschäden müssten die oberen Asphaltschichten abgefräst und durch neue, verstärkte Lagen ersetzt werden.

Nach Auskunft der Straßenplaner drohen weitere Schäden am Fahrbahnaufbau. Deshalb seien die Arbeiten nicht länger aufschiebbar. Damit der Schülerverkehr nicht beeinträchtigt werde, so die Begründung des LBM, habe man die Straßensanierung in die Sommerferien gelegt.

Der LBM versichert auf TV-Nachfrage, es werde nicht zu einer Überschneidung mit der Sanierung der B 419 kommen. Die wichtige Pendlerstrecke, die auf der gegenüberliegenden Moselseite von Igel verläuft, wird seit einigen Tagen zwischen Wasserliesch und Oberbillig unter Vollsperrung saniert. Ende Juli seien diese Arbeiten abgeschlossen, heißt es beim LBM.

Der betroffene Streckenabschnitt zwischen Igel und Wasserbilligerbrück ist 2,4 Kilometer lang (siehe Karte).
Der Durchgangsverkehr soll weiträumig von Trier über die B 51 (Bitburger), die Landesstraße 42 (Newel-Ralingen) und die B 418 (Sauertalstraße) umgeleitet werden. Die Sanierung der B 49 soll in zwei Bauabschnitten erfolgen: zunächst ab der erneuerten Brücke bei Igel bis zur Abfahrt Löwener Mühle (Kreisstraße 3), danach von der Löwener Mühle bis Wasserbilligerbrück.

Wenig begeistert von der neuerlichen Vollsperrung ist Igels Ortsbürgermeister Franz-Josef Scharfbillig. Er fragt sich, warum die B 49 nicht in einem Aufwasch mit dem Brückenbau im Frühjahr 2014 saniert wurde.

20.000 Fahrzeuge am Tag

"Damals war die Straße auch schon schlecht, das ist ja nicht über Nacht gekommen", sagt Scharfbillig. Jetzt seien erneut die Bewohner der Waldstraße in Igel und im Ortsteil Liersberg die Leidtragenden. Dass man im vergangenen Jahr nicht im Windschatten des Brückenbaus die Straße erneuert hat, begründet Hans-Michael Bartnick vom LBM auf TV-Anfrage damit, dass Anlieferungswege für die Brückenbaustelle und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke benötigt wurden. Ursprünglich habe der LBM erwogen, die B 49 unmittelbar nach der Brückensperrung zu sanieren, sagt Bartnick. Diese zusätzliche Sperrung habe man dann jedoch verworfen.

Rund 20.000 Fahrzeuge schlängeln sich an normalen Tagen durch Igel. Autofahrer, die über Ortskenntnisse verfügen, werden wohl - wie es auch schon bei der jüngsten Sperrung zu beobachten war - über die K 2 nach Liersberg und weiter in Richtung Löwener Mühle ausweichen. Das ist der kürzeste Weg. Die offizielle Umleitung über den Trierer Berg (B 51) und das Sauertal ist sehr weiträumig. Am ehesten dürfte sie von LKW-Fahrern genutzt werden.

LKW fahren sich fest

Nichtsdestotrotz haben sich in der Vergangenheit schon einige Brummis in den engen Straßen oberhalb von Igel festgefahren. Erst am vergangenen Dienstagmorgen haben sich zwei Lastwagen am Straßenengpass beim Weingut Löwener Mühle ineinander verkeilt.

Auch der Liersberger Ortsvorsteher Bernhard Heintz sieht der Vollsperrung der B 49 im August mit Schrecken entgegen. Drei Viertel des PKW-Verkehrs, der normalerweise durch Igel rollt, gehe dann durchs beschauliche Liersberg, schätzt Heintz. Ebenso die Busse, die die Orte im Sauertal bedienen.

Der Ortsvorsteher will während der Sperrung der Bundesstraße die verkehrsberuhigte Mühlenstraße in Liersberg als Anliegerstraße umwidmen und entsprechend beschildern. Andernfalls drohe das "komplette Chaos".

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