Pendlerstrecke bleibt länger offen

Pendlerstrecke bleibt länger offen

Nach den Sommerferien sollten ursprünglich die Bagger auf die Landesstraße 143 zurückkehren. Das klappt nun aber doch nicht so schnell wie geplant.

Heddert/Hinzenburg Die Landesstraße 143 ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Oberzentrum Trier und den Gemeinden im Hochwald und im oberen Ruwertal. Der Abschnitt zwischen Heddert und Hinzenburg war zuletzt ein Jahr lang gesperrt, weil dort für rund eine Million Euro eine Straßenbrücke gebaut und die Fahrbahnen erneuert wurden. Im Mai endeten die Arbeiten - doch die zuständige Verkehrsbehörde, der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier, kündigte gleich die nächste Sanierungsetappe für nach den Sommerferien an.
So wie es aussieht, bleibt die Strecke nun aber doch noch länger baustellenfrei. Auf Nachfrage des TV teilt ein Sprecher des LBM mit, dass sich der geplante Ausbau der nächsten Teilabschnitte vom Pluwigerhammer bis zur Abzweigung der K 56 und von Hinzenburg bis zur neuen Rauruwerbrücke (siehe Grafik) verzögert. Der Grund dafür seien "knappe Personalressourcen bei gleichzeitig unerwarteten Zeitfressern in anderen aktuellen Projekten", erklärt Hans-Michael Bartnick, stellvertretender Leiter des LBM Trier.
Die Landesstraße 143 wird seit 2014 stückweise instandgesetzt. Zwischen Kell am See und Heddert sind die Fahrbahnen bereits erneuert worden. Neben den nun geplanten Sanierungsabschnitten fehlen noch kleinere Strecken wie beispielsweise der Abschnitt von der neuen Brücke bis zur Abzweigung der K 46 nach Lampaden. Dafür hat das Land allerdings noch keine Mittel in seinem Ausbauprogramm für Landesstraßen bereitgestellt.
Laut LBM haben die Ausschreibungen für die zwei Abschnitte ab Pluwigerhammer begonnen. Mit der Vergabe der Aufträge an die Baufirmen werde im Herbst 2017 gerechnet. "Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch mit dem Bau beginnen können", teilt der stellvertretende Behördenleiter mit. "Nicht zuletzt die Witterung kann uns aber einen Strich durch die Rechnung machen, so dass der Baustart auch im frühen Frühjahr 2018 sein könnte."
Auch für die kommenden Sanierungsarbeiten muss die Landesstraße auf dem betroffenen Abschnitt wieder voll gesperrt werden. Wegen des Baus der Rauruwerbrücke mussten Berufspendler und Busse ein Jahr lang eine Umleitung über Holzerath und Kell am See nutzen. Diese Strecke wird voraussichtlich auch im nächsten Ausbauabschnitt wieder als Umleitung dienen. Vor diesem Hintergrund sprechen sich Ortsbürgermeister betroffener Gemeinden schon jetzt gegen einen Baubeginn zum Jahresende aus. "Für die Autofahrer wäre es wünschenswert, wenn die L 143 über die Wintermonate nicht gesperrt wäre", findet Josef Wagner, Ortschef in Heddert. "Es sollte dann aber zeitig im Frühjahr begonnen werden." Eine solche "kurze Verzögerung" sei "vertrebar".
Ähnlich sieht es der Schilliger Amtskollege Markus Franzen, der das Zusammenfassen der beiden Abschnitte lobt. Der LBM wolle beides zeitgleich angehen, um die Bauzeit insgesamt zu verkürzen, hatte die Behörde im April angekündigt. Auch Franzen wäre ein "zeitiger Beginn" im Frühjahr lieber. Bei einem Start im Herbst sei es "naheliegend, dass bei entsprechendem Winterwetter die Baustelle ruht und somit die Sperrung der Strecke um ein Vielfaches länger andauern wird". Werner Scherf, Ortsbürgermeister in Hinzenburg, reagiert überrascht auf die Verzögerung. Er sei von einem Beginn nach den Sommerferien ausgegangen und habe dies auch bei Nachfragen an die Bürger weitergegeben. Ihn ärgere, dass nun "das gesamte Projekt weiter nach hinten verschoben wird". Laut LBM soll "in Kürze" eine Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden zu Bauzeit und Umleitungen erfolgen. Unmittelbar danach werde auch die Öffentlichkeit über diese Details informiert.

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