Per Webcam ins Klassenzimmer
Den Schulunterricht verfolgen, obwohl man im Krankenhaus liegt - dank Online-Kids-Trier ist das bereits Wirklichkeit. Dieses ist eines von vielen Projekten des Fördervereins krebskranker Kinder in Trier.
Trier. (alo) Diagnose Krebs - das ist immer eine erschütternde Nachricht. Doch gerade betroffene Kinder verlieren durch die Therapie im Krankenhaus leicht den Anschluss an das Schulleben.
Das Projekt Online-Kids-Trier wirkt dem entgegen: Mittels Internet und Webcam können die Patienten von der onkologischen Station des Mutterhauses der Boromäerinnen den Unterricht ihrer Klasse verfolgen und mit ihren Mitschülern in Kontakt bleiben. Das Projekt geht nun ins dritte Jahr, allein 2008 haben sich 21 Patienten beteiligt. Der Förderverein krebskranker Kinder Trier e.V. übernimmt die Kosten für Hardware und stellt Laptops zur Verfügung. "Die Resonanz war sehr positiv", sagt Beisitzer Werner Ludgen. "Es ist für die Kinder und ihre Genesung enorm wichtig, soziale Verbindungen zu erhalten."
Das sah auch die RWE Vertriebs-AG so und spendete dafür nun 5000 Euro statt ihren Kunden Weihnachtsgeschenke zukommen zu lassen. "Dieses innovative Projekt hat die Firma überzeugt", sagt Flächenvertriebsleiter Manfred Klasen. Seit über 20 Jahren unterstützt der Verein an Krebs erkrankte Kinder und ihre Angehörigen finanziell. Demnächst stehen zwei große Projekte an: Bei der kommenden Erweiterung der onkologischen Station will der Verein das Spielzimmer komplett ausstatten. Außerdem sucht er in der Nähe des Mutterhauses eine Wohnung, die er betroffenen Eltern zur Verfügung stellen kann. Dabei ist er weiterhin auf Spenden angewiesen - wie die der Habscheider Möhnen, die jüngst 3200 Euro gesammelt hatten.
Infos im Internet unter www.foerderverein-trier.de.