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Perle im Tourismuskonzept geschaffen

Perle im Tourismuskonzept geschaffen

Der "Morscheider Grenzpfad" ist als Wanderweg nun offiziell zertifiziert und eingeweiht worden. Ortsbürgermeister Josef Weber freute sich mit weiteren 50 Gästen bei der Übergabe der Urkunde.

Morscheid. (dis) "Das Deutsche Wanderinstitut beurkundet, dass der Morscheider Grenzpfad die Anforderungen für Premiumwanderwege erfüllt und daher berechtigt ist, für drei Jahre das Deutsche Wandersiegel zu führen", so ist es auf der Urkunde zu lesen. Zum Festtag hat Kerstin Schneekloth dieses Dokument vom Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig mitgebracht und übergeben. Mit Weber freut sich auch Bürgermeister Bernhard Busch. Er lobt die Initiative und das Engagement von Josef Weber. Er habe bei der Verwirklichung des Wanderweges eine große und maßgebliche Rolle gespielt. Den "Grenzpfad" bezeichnet Busch denn auch als eine Perle im Tourismuskonzept, das die Verbandsgemeinde (VG) Ruwer erarbeitet hat.

Abwechslungsreiche Wege durch Wald und Feld



Die 15 Kilometer lange und mittelschwere Strecke ist ganzjährig geöffnet und beginnt am Parkplatz Schweinsspielhütte oberhalb der Sportanlagen in Richtung Bonerath. Auf der beschilderten Route wechseln sich schmale Pfade durch prächtige Wälder ab mit Wegen auf freier Feldlage und wunderschönen Fernsichten in den Hochwald und das Ruwertal. Stillgelegte Schiefer- und Erzgruben entlang des Weges sind Zeugen früherer Zeiten. Der Blick auf verschiedene Orte, die Burgruine Sommerau oder das Schloss Marienlay und die Riveristalsperre sind die Höhepunkte der Wanderung.

Zur Übergabe der Urkunde im Bürgerhaus kann Weber viele Gäste und Helfer begrüßen. "Nur durch die Unterstützung der Freiwilligen ist das Umsetzen der Idee erst gelungen", sagt Weber.

Viele helfende Hände waren daran beteiligt. Ganz besonders erwähnt er, als Motor für die Aktion, Manfred Kopp von der VG, Günter Schuh von der Touristinformation, Wegewart Andreas Ludwig, Peter Brittner, Hermann Jakobs aus Bonerath, den Gemeindearbeiter Alfred Thinnes und die Forstbediensteten Horst Glessner und Michael Gillert. "Ohne die gemeinsamen Anstrengungen hätten wir diese schöne Aufgabe nie meistern können", stellt Weber fest.

Als die Morscheider im kleinen Kreis an die Schaffung eines Wanderweges dachten, gab es zu keiner Zeit die Ambition, einen Premium-Wanderweg anzulegen. Weber: "Diese Idee wuchs erst nach Gesprächen mit Günter Schuh."

Dann ging alles ganz schnell, wollte man denn auch noch in der im Herbst 2009 neu aufgelegte Broschüre des Projektbüros Saar-Hunsrück-Steig erscheinen. An der Verwirklichung war der Bürgerservice Trier maßgeblich beteiligt, denn "ohne deren Mitarbeit wäre das Umsetzen der Idee nicht möglich gewesen". Die Wegebezeichnung "Grenzpfad" war schnell gefunden, führt die Strecke doch durch Grenzbereiche zu den benachbarten Ortschaften.

Am "Schönsten Wanderweg Deutschlands", dem Saar-Hunsrück-Steig, sind inzwischen 44 "Traumschleifen" geschaffen. Sie sollen den Touristen und Wanderern auch die Schönheiten des Landes abseits des Steiges präsentieren.