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Petrisberg wird zur riesigen Spielwiese

Petrisberg wird zur riesigen Spielwiese

Etwas schleppend kam das zweite Familienfest auf dem Petrisberg in Gang. Doch nach der ersten regenfreien Stunde füllte sich die Wiese um den Turm Luxemburg. Hunderte Eltern nutzten den Sonntag, um mit dem Nachwuchs die vielen Angebote zwischen Spiel, Sport und Spaß wahrzunehmen.

Trier. (cofi) Noch fröstelnd sitzen Trapper, Soldaten, Cowboys und Indianer vor Zelten und Tipis. "Einige von uns haben hier die Nacht über campiert", sagt Rolf Scherf alias Sam Hawkins und rückt sich seinen Skalp zurecht. In Wildwest-Manier gehen die Mitglieder der Karl-May-Freunde Pluwig ihren Tätigkeiten nach, schnitzen, machen Feuer, bieten Waren feil. Besuchern erklären sie die Kostüme und Ausrüstungen und starten zu Planwagen-Fahrten. "Wir wollen die Zeit von 1790 bis etwa 1870 originalgetreu nachstellen", sagt Frank Geippel, der als Waldland-Indianer eine Respekt einflößende Kriegsbemalung trägt. Die Pferde grasen auf der Koppel. Und stärken sich für die Runden, die sie mit den Kindern drehen. "Schön war das", freut sich Antonia, die mit ihren Großeltern auf den Petrisberg gekommen ist.

2009 noch mehr Platz zum Spielen



Währenddessen versuchen sich andere Familien darin, Teller auf einem Stock zu balancieren. "Gar nicht so einfach", sagt Jonas, dessen Plastikteller immer wieder Opfer der Schwerkraft wird. Nebenan basteln die Kinder Regenmacher und bei der Mobilen Spielaktion Masken. So vertreiben sie sich die Zeit, bis Wasserforscher und Zauberer Adi die Geheimnisse des Wasserkreislaufs musikalisch-magisch lüftet.

Überhaupt gibt es am Familien-Sonntag jede Menge Angebote für "gemeinsames Erleben und gemeinsames Spielen", sagt Roman Schleimer, Kulturbüro-Chef und Geschäftsführer der Petrispark GmbH. Die Partner, die mit verantwortlich sind für das grüne Klassenzimmer, sind in diesem Jahr mit im Boot, die Europäische Sportakademie beteiligt sich, Kinderliedermacher sind am Start, Stadtwerke, Sparkasse und "de Funkis" sorgen für Unterhaltung und erlebnisreiche Stunden. 2009 soll es eine Neuauflage geben. "Dann wollen wir versuchen, das Fest auf das Gelände auszuweiten, und Veranstaltungen auch am Wasserband organisieren", sagt Schleimer. Auch wenn der Himmel anfangs für trübe Aussichten sorgte, dem bunten Treiben schadete das nicht.