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Pfalzeler besichtigen ihren Hafen

Pfalzeler besichtigen ihren Hafen

Eine "Sendepause" wurde endlich beendet: Die Trierer Hafengesellschaft, der Zweckverband Wirtschaftsförderung im Trierer Tal, die "Initiative pro Pfalzel e.V." und 40 Bürgerinnen und Bürger aus Pfalzel trafen sich erstmals zu einem informellen Gedankenaustausch im Güterverkehrszentrum .

Trier-Pfalzel. (LH) Nur zufriedene Mienen, ob auf Veranstalterseite oder unter den Besuchern, gab es am Ende eines Info-Abends, der auf Initiative des Vereins "Initiative pro Pfalzel" im Güterverkehrszentrum (GVZ) zustande gekommen war. "Das Treffen heute ist sehr gut gelaufen", resümierte daher auch der Erste Vorsitzende von "Pro Pfalzel", Horst Görgen, mit kleiner Einschränkung: "Es hätten 500 Leute hier sein müssen." Aber das werde noch, ist sich Görgen für weitere Aktivitäten sicher. Bei dem einmaligen Treffen werde es ganz bestimmt nicht bleiben. Viele Jahre hatte es so gut wie keine Kontakte zwischen Pfalzel und den Verantwortlichen der Trierer Hafengesellschaft und Zweckverband Wirtschaftsförderung im Trierer Tal gegeben. "Bei Geschäftsführer Lothar Weis sind wir gleich auf offene Ohren gestoßen", freut sich Görgen über die offensichtliche Wende im Umgang miteinander: "Ohne Palaver und Zirkus zu machen", seien weitere Aktivitäten zum gegenseitigen Meinungsaustausch geplant. Auch Lothar Weis wünscht sich einen ständigen Draht zur Initiative und damit zu der Bevölkerung. Begonnen hatte das Treffen mit einer ausgiebigen Rundfahrt durch Hafen und GVZ. Bei der anschließenden Zusammenkunft blieb Weis keine Antwort auf die Fragen der Besucher schuldig. "Mal alles hautnah zu erleben und erklärt zu bekommen finde ich sehr gut", sagt eine Teilnehmerin. Ihre Mitreisende schaut sich ganz genau um: "Alles hat sich sehr verändert. Man kennt sich nicht mehr aus." Durch den Gütertransport mit dem Schiff blieben der Region 85 000 LKW-Fahrten im Jahr erspart, plaudert der Mehrfach-Geschäftsführer aus dem Nähkästchen über das "erfolgreichste GVZ in Rheinland-Pfalz". Das Publikum bleibt brav und verschont Weis mit scharf formulierten Fragen. Die Luftschadstoffe im Hafen (der TV berichtete) finden nur am Rande Interesse. Verneint von Weis wurde die Frage nach bereits vorliegenden Ergebnissen der Messstation. Einen "metallenen Geruch" stellte eine Frau "bis ins Wohnzimmer fest". Weis verweist auf die Tonnen, die ver- und bearbeitet werden - und darauf: Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord habe ab 1. Juni eine neue "Messphase" angekündigt. Der durch das Gelände führende Radweg werde immer gefährlicher, moniert eine andere Pfalzelerin. Interessante Einblick in Arbeit der Betriebe

Positiv das Echo am Ende der dreieinhalbstündigen Veranstaltung: Anja Schulze (26), Studentin: "Mich interessieren das sehr". "Wollen wir hoffen, dass es in Zukunft weniger Probleme gibt", wünscht sich Josef Bettendorf (79). "Was es hier alles gibt und was die Betriebe machen, ist gar nicht bekannt in der Bevölkerung und daher sehr informativ", sagt Irene Striecker. Die Interessen von Pfalzel und der Industrie müssten sich fruchtbar verbinden. Die Zeit der Negativ-Darstellung müsse beendet werden, so Horst Görgen.